Saalstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Grünes Licht für grünen Strom

Grünes Licht für Solarstrom gibt die Gemeinde Saalstadt.
Grünes Licht für Solarstrom gibt die Gemeinde Saalstadt.

Grundsätzlich einverstanden ist die Gemeinde Saalstadt damit, dass südlich des Ortes Photovoltaikanlagen entstehen.

Bereits im vergangenen Jahr war eine Betreiberfirma solcher Photovoltaikanlagen auf eine Fläche südlich der Biogasanlage von Saalstadt aufmerksam geworden, die sich für Photovoltaikanlagen eignen würde. Viele der Eigentümer hatten damals auch Interesse an einer Verpachtung ihrer Grundstücke an einen Betreiber gezeigt. Von der Gemeinde aus wären die Anlagen kaum sichtbar, mit Hecken könnte ein Sichtschutz zur Straße nach Herschberg angelegt werden. Durch eine Unterpflanzung der Tische, auf denen die Photovoltaikplatten angebracht werden, könne das Land ökologisch aufgewertet werden, hat ein Betreiber in Aussicht gestellt.

In einem Grundsatzbeschluss hat sich der Gemeinderat damit einverstanden erklärt, dass solche Anlagen in Saalstadt errichtet werden können. Dazu muss allerdings noch der Flächennutzungsplan geändert werden. In Rheinland-Pfalz ist das Aufstellen solcher Photovoltaikanlagen nur auf ausgewiesenen Grünflächen erlaubt. Derzeit sind die in Frage kommenden Grundstücke aber noch als Ackerfläche ausgewiesen.

Offen auch für Windkraft

Auch in Sachen Windkraft ist Saalstadt für alternative Energien offen. „Das faunistische Gutachten, das für die Planung des Standortes gefordert wurde, ist fertig“, informierte Ortsbürgermeister Gerd Kiefer die Ratsmitglieder. Die Horste der Greifvögel sollen nun noch einmal abgegangen werden, ob sie überhaupt noch zum Brüten genutzt werden. „Eigentlich ist das größte Problem die Polygone“, stellte der Ortschef fest. „Von da könnte noch ein Einspruch kommen.“ Trotzdem wolle die Betreiberfirma der Windkraftanlagen, die Firma Boreas, eine Bauvoranfrage stellen. Zwei Windkraftanlagen sollen auf Saalstadter Gemarkung in Richtung Harsberg rechts und links der Straße gestellt werden.

Ratssplitter

Glockenturm wird saniert. Bei der Dorferneuerung wird der Glockenturm an der Festhalle in Saalstadt saniert. 20.000 Euro hat die Gemeinde dafür im Haushaltsplan veranschlagt. Ursprünglich hatte sich der Rat für eine Holzkonstruktion entschieden. Davon kam der Rat aber mittlerweile wieder ab. Die untere Konstruktion soll aus Stahl hergestellt werden, da das Material wesentlich haltbarer ist. Die vier Stützen, die derzeit die Grundkonstruktion bilden, sollen entfernt werden. Das Dach des Glockenturms ist – genau wie die Ziegeleindeckung – noch neu und soll im Anschluss an die Sanierung wieder aufgesetzt werden. Der Rat beschloss, ein Planungsbüro hinzuzuziehen, damit ein Förderantrag gestellt werden kann. Die Arbeiten sollen in Kürze ausgeschrieben werden.

Keine Hundetoiletten. Sogenannte Hundetoiletten wird es in Saalstadt nicht geben. Die Gemeinderatsmitglieder sprachen sich gegen die Hundekotbeutelspender und Mülleimer aus. Es sei keinem Menschen zumutbar, diese Mülleimer zu leeren, fanden sie.

x