Kreis Südwestpfalz Es menschelt

Dass Mitarbeiter der Verbandsgemeinde die Postagentur im Wallhalber Rathaus (Foto) betreuen, ist laut Verbandsbürgermeister Thom
Dass Mitarbeiter der Verbandsgemeinde die Postagentur im Wallhalber Rathaus (Foto) betreuen, ist laut Verbandsbürgermeister Thomas Peifer auf Dauer zu teuer.

Gut dreieinhalb Jahre gibt es die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben nun. Verbandsbürgermeister Thomas Peifer zieht eine „zufriedenstellende“ Bilanz: Noch läuft an den zwei Standorten nicht alles reibungslos. „Wir sind noch auf dem Weg, unsere Rechnungen schneller zu bezahlen“, nennt er ein Beispiel.

Die Verwaltung hat im Sommer das so genannte elektronische Rechnungsbuch eingeführt. Alle Rechnungen, die in der Verwaltung ankommen, werden in Thaleischweiler eingescannt und dann zur Prüfung oder zum Bezahlen weitergeleitet. Damit sie zügig beglichen werden − laut Peifer innerhalb von zwei Wochen −, müssten vom Bürgermeister über den Sachbearbeiter und den Abteilungsleiter bis hin zum Verbandsbürgermeister alle regelmäßig am Computer kontrollieren, ob neue Rechnungen eingegangen sind. „Jeder muss jeden Tag nachsehen“, sagt Peifer. Die Bürgermeister könnten sich dafür in der Verwaltung an einem Computer einloggen, auf Wunsch ermögliche man ihnen das auch von zu Hause aus. Fast alle Bürgermeister seien fit am PC. Bleiben Rechnungen länger liegen, „ist das nie böser Wille“, versichert der Verbandsbürgermeister. Er weist darauf hin, dass etwa Rechnungen zu Baumaßnahmen sowohl vom Ingenieurbüro als auch vom Bauamt selbst geprüft würden, ehe sie bezahlt werden. „Das sind zwei Häuser, da bleibt manches auf der Strecke“, hatte Peifer im Dezember eingeräumt, als die RHEINPFALZ über zwei unbezahlte Rechnungen berichtete. Die waren der Verwaltung offenbar zwischen den Rathäusern in Wallhalben und Thaleischweiler-Fröschen abhandengekommen (wir berichteten am 5. Dezember). Bei 20 000 Rechnungen im Jahr könne das schon mal vorkommen. Peifer will den Vorfall nicht zu hoch hängen. „Fragen Sie mal andernorts“, winkt er ab. Und versichert: „Bei uns läuft’s doch gut.“ Wobei Peifer auch einräumt, dass nach dem Zwangszusammenschluss nicht alle Mitarbeiter der neuen Verwaltung zufrieden seien. „Wo Menschen arbeiten, menschelt es eben.“ Zurück zum Thema Post: Die Verwaltung sucht weiterhin nach einer Lösung für die Postagentur im Wallhalber Rathaus, die seit Mitte September montags bis freitags nur noch halbtags offen hat. „Die Post drängt darauf, dass auch samstags geöffnet ist“, erzählt Peifer. Möglicherweise öffne man bald samstags, dafür aber jeden Tag nur noch zwei Stunden. Die Agentur sei ein Service für die Bürger. Dass dort Verwaltungsmitarbeiter arbeiten, sei aber auf Dauer zu teuer. Laut Peifer gibt es Überlegungen, eine Gesellschaft zu gründen und darüber Leute für die Postagentur zu beschäftigen.

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