Schindhard Ein Wasgau-Dorf als Nabel der Kubb-Welt

Das Lokalmatadoren-Team „Kubb der Guten Hoffnung“ mit Helmut Riffel, Martin Schnubel und Christian Moser (von links).
Das Lokalmatadoren-Team »Kubb der Guten Hoffnung« mit Helmut Riffel, Martin Schnubel und Christian Moser (von links).

Nicht mehr wegzudenken aus dem Veranstaltungskalender der deutschen Kubb-Szene ist das jährliche Turnier beim Hägar-Club Schindhard. Am Samstag zeigten bei der elften Ausgabe des kultigen Spektakels rund 400 Teilnehmer nicht nur Zielsicherheit mit dem Wurfholz, sondern genossen auch die ausgelassene Partystimmung.

Schindhard zählt zwar nur gut 500 Seelen, aber in puncto Kubb kann es das kleine Wasgaudorf mit ganz Deutschland aufnehmen: Die als Team „Kubb der guten Hoffnung“ gestarteten Lokalmatadoren Martin Schnubel, Helmut Riffel und Christian Moser feierten am Ende des Turniertages einen verdienten Sieg im Finale über „Elite Dangerous“ aus Berlin und gewannen damit nach der Finalniederlage im 2022 die Felsenland-Trophy. 70 Teams waren dieses Mal an den Start gegangen und hatten zunächst im „System Schoch“ die besten 16 ermittelt, die daraufhin im K.o.-Modus bis zum Finale spielten.

Die Leistung der Schindharder ist umso bemerkenswerter, als sie vor dem Turnier kaum Gelegenheit zum gemeinsamen Training hatten und auch am Samstag zunächst einen eher holprigen Start hinlegten, sich aber stetig steigern konnten und schließlich den Sieg einfuhren.

Internationale Gäste

Zeitgleich duellierten sich 26 Teams im Profi-Turnier „Pfälzer Kubb Open“, das das Schweizer Team „Famagusta“ im Finale gegen „Beast“ aus Belgien gewann. Aus ganz Deutschland, aus Belgien, der Schweiz und Österreich pilgerten die Wurfakrobaten in den Wasgau und lobten die gewohnt perfekte Organisation. „Wir haben zeitgleich bis zu 30 Helfer im Einsatz, insgesamt sind wir 50“, freute sich Turnierleiter Jens Meier über das große Engagement des Hägar-Clubs, der nicht nur größter deutscher Kubb-Verein ist, sondern mit den Pfälzer Kubb Open auch das größte Turnier des Landes ausrichtet.

Auch beim bodenständigen Kubb hat die Digitalisierung Einzug gehalten und die Abwicklung der Turniere revolutioniert: „Jeder gibt sein Ergebnis ins Handy ein, über die Internet-Plattform ist jederzeit der aktuelle Gesamtstand und die Rangliste einsehbar, das klappt super und erleichtert die Arbeit ungemein“, so Meier. Vor Einführung der Software mussten mehrere Helfer auf einem Board die Resultate und Platzierungen eintragen. Ein Segen sei die Zusammenarbeit mit dem FC Schindhard, der jedes Jahr seinen Sportplatz für 48 Kubb-Spielfelder zur Verfügung stellt. „Wir helfen uns gegenseitig aus, das klappt hervorragend.“

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