Trulben RHEINPFALZ Plus Artikel Breite Mehrheit für Kröpper Windräder

Weitere drei Windräder sind im Stausteinerwald geplant. Sie würden dann am und im Waldstück in der Bildmitte stehen.
Weitere drei Windräder sind im Stausteinerwald geplant. Sie würden dann am und im Waldstück in der Bildmitte stehen.

Der Kröpper Bürgermeister Steffen Schwarz und der frühere Forstrevierleiter Michael Betz haben im Trulber Gemeinderat die Pläne für den Bau dreier Windräder im Stausteinerwald vorgestellt. Mit ihren Erklärungen haben sie die Nachbarn überzeugt.

Zur Vorstellung der Bestrebungen für drei weitere Windkraftanlagen auf Kröpper Gemarkung hatte Ortsbürgermeister Harald Hatzfeld seinen Kröpper Kollegen Steffen Schwarz eingeladen. Gemeinsam mit dem Kröpper Ratsmitglied Michael Betz, dem früheren Leiter des Forstreviers Hackmesserseite, stellte Schwarz das Für und Wider des Projekts dar. Nach einer sachlichen Diskussion und nachdem beide das Trulber Sportheim als Sitzungslokalität bereits verlassen hatten, stimmte der Rat mit breiter Mehrheit zu. Bei der Vorabbeteiligung zur Erweiterung der Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen – es soll ein Lückenschluss zwischen zwei bereits mit Windrädern bebauten Flächen bei Bottenbach und beim Stausteinerhof geben – gab es lediglich eine Gegenstimme bei drei Enthaltungen. Damit sorgte Trulben als letzte abstimmende Gemeinde für eine Mehrheit für die Kröpper Windkraftpläne innerhalb des Verbandsgemeinde-Gebietes.

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Laut Schwarz habe man sich für die Firma Juwi als Projektierer der drei Windräder entschieden, nachdem man mit ihr gute Erfahrungen bei den beiden zuletzt errichteten Anlagen gemacht habe. Die von Juwi vorgelegten Pläne seien überzeugend. Im Ort selbst gebe es eine breite Zustimmung zur Windkraft bei nur wenigen Gegnern. Laut Betz stehe inzwischen jedes vierte rheinland-pfälzische Windrad im Wald. Könnten die drei weiteren Anlagen bei Kröppen realisiert werden, würden von den dann acht Windrädern vier im Wald liegen. Betroffen sei lediglich ein Prozent der Gesamtwaldfläche Kröppens, so Betz.

Es handle sich um Waldgebiete ohne besondere Schutzfunktion. Die Standortdiskussion in Kröppen habe nichts mit der aktuellen Diskussion über Windräder im Pfälzerwald zu tun. Windräder seien für die Tierwelt kein großes Problem, betonte Betz, denn diese würde sich rasch an die veränderte Situation anpassen. Hinzu komme, dass der Uhu trotz Windkraft zurückgekommen sei und der Milan sich sogar etabliert hätte. Betz: „Die Windkrafttechnik ist diejenige, die aktuell am wenigsten zerstört.“

Nach einer Sitzungsunterbrechung sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Jacqueline Wagner, dass es derzeit keine Alternative zur Windkraft gebe. Sie sei wichtig für den Klimaschutz. Wenngleich man Anregungen andiskutierte, formulierte man sie nicht. Man warte die weitere Entwicklung ab. Im weiteren Verfahren nach einer Flächenerweiterung für die Windkraft werde man bei der Anhörung der Nachbargemeinden darauf drängen, dass die Interessen der Landwirtschaft berücksichtigt werden.

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