Bottenbach Beratung über maroden Putz am Dorfgemeinschaftshaus
Eigentlich sollte der Putz an der Fassade des Bottenbacher Dorfgemeinschaftshauses (DGH) nur an einigen wenigen Stellen ausgebessert werden. Dann wurde jedoch klar: Um den Putz steht es weitaus schlimmer als ursprünglich gedacht. Laut Ortsbürgermeister Klaus Weber ist an den Fensterbänken, die so damals nie hätten eingebaut werden dürfen, Wasser reingelaufen. Das habe den Putz gelockert, sodass große Teile davon während der Sanierungsarbeiten geradezu abgefallen sind. Also wurde der Putz entfernt.
Auf zwei Seiten des Dorfgemeinschaftshauses soll nun ganz neuer Putz aufgebracht werden: wo die Tore der Feuerwehr sind und in Richtung Zollhaus. Es war erwogen worden, diese beiden Seiten mit einer Wärmedämmung zu versehen. Das wäre aber weitaus teurer geworden, als Mittel im Haushalt eingestellt waren.
Ursprünglich sollte die Sanierung des Putzes 40.000 Euro kosten. Jetzt kostet der Putz für die beiden Seiten rund 54.000 Euro – ohne Dämmung, aber mit neuen Fensterbänken. Die Dämmung würde rund 75.000 Euro kosten – und es könnten Zusatzkosten entstehen, wie Weber erklärt. Mit einer Dämmung wäre die Fassade rund 14 Zentimeter dicker. Das heißt, dass auch das Zelt der Feuerwehr – eine Maßanfertigung – nicht mehr vor den Toren für Feste und Feiern aufgebaut werden könnte. Zudem wären nur zwei Seiten des Dorfgemeinschaftshauses gedämmt. Alle vier zu dämmen, würde das Doppelte kosten – 150.000 Euro.
Weber: Das sparen wir nicht mehr ein
„Für unsere Nutzung steht das in keinem Verhältnis“, meint Weber. Sandro Reiser ergänzt: „Dann haben wir eine Dämmung, die alten Fenster sind aber immer noch drin.“ Zudem hätten weitaus höhere Sanierungskosten womöglich eine Erhöhung der Grundsteuer zur Folge, warnt der Bürgermeister. Die will er möglichst umgehen. Und er bezweifelt, dass die hohen Kosten für die Dämmung über die Jahre hinweg durch geringere Heizkosten irgendwie eingespart werden. Der Rat stimmte für den neuen Putz, aber nicht für die Dämmung.