Waldfischbach-Burgalben
Beim Kindergarten ist die große Lösung die teurere Variante
Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Waldfischbach-Burgalben auch in den nächsten Jahrzehnten drei Kindergartenstandorte geben wird, ist gestiegen. Statt einen großen achtgruppigen gemeindlichen Kindergarten im Ortsteil Burgalben zu bauen und den katholischen Kindergarten im Ortsteil Waldfischbach aufzugeben, spricht nun auch aus finanzieller Sicht vieles für den Erhalt des Standorts des katholischen Kindergartens. In Burgalben würde dann, wie ursprünglich geplant, nur ein viergruppiger Kindergarten neu gebaut.
Über diese aktuelle Entwicklung informierte der für Bauangelegenheiten zuständige Beigeordnete Herbert Beihl (CDU). Die Gemeinde hat für beide Varianten Kostenschätzungen vornehmen lassen. Es habe sich gezeigt, so Beihl, dass es rund eine Million Euro billiger sein dürfte, einen kleinen Kindergarten neu zu bauen und den katholischen Kindergarten zu sanieren, respektive auch dort neu zu bauen, statt für acht Gruppen in Burgalben neu zu bauen.
Der aktuell im früheren Grundschulgebäude untergebrachte gemeindliche Kindergarten soll durch einen Neubau, der vier Gruppen Platz bietet, ersetzt werden. Während die Protestantische Kirche erklärte, dass sie an ihrem Kindergarten festhalten wolle, hatte die Katholische Kirche mitgeteilt, dass sie die notwendige Sanierung ihres Kindergartens nicht leisten könne. Übernehme die Gemeinde nicht die Kosten, müsse der Kindergarten bis 2025 geschlossen werden. Den katholischen Kindergarten schließen, hatte Widerstände ausgelöst. Der katholische Kindergarten sollte aus vielen Gründen erhalten bleiben, so die Unterstützer. Dafür spricht nun wohl auch ein finanzieller Vorteil.