Martinshöhe RHEINPFALZ Plus Artikel Anwohner zahlen 90.000 Euro, um die Straße neben der Bäckerei zu asphaltieren

Während die Straße mit einer Breite von 4,52 Metern auf die Zweibrücker Straße trifft, endet sie mit einer Breite von 3,51 Meter
Während die Straße mit einer Breite von 4,52 Metern auf die Zweibrücker Straße trifft, endet sie mit einer Breite von 3,51 Metern am letzten Haus.

Im zweiten Anlauf hat der Gemeinderat Martinshöhe am Freitagabend den Ausbau der Stichstraße neben der Bäckerei beschlossen, von dem die Häuser Zweibrücker Straße 49 bis 53 betroffen sind. Für rund 100.000 Euro gibt es eine asphaltierte Straße mit einer Seitenrinne.

Klaus Feller vom Ingenieurbüro sdu-Plan in Waldfischbach-Burgalben stellte dem Rat noch einmal die Pläne der zwei vorgeschlagenen Varianten vor. Das hatte er bereits im März 2019 getan. Damals hatte sich der Rat für einen Ausbau in Pflasterbauweise entschieden, weil die Anwohner angekündigt hatten, den Ausbau in Eigenregie vorzunehmen. Davon waren sie zwischenzeitlich abgerückt, im November 2020 hatte der Rat daraufhin den ursprünglichen Beschluss aufgehoben.

Zwischenzeitlich war es zu Unstimmigkeiten gekommen, weil die Anwohner der Stichstraße seit 2011 unberechtigt wiederkehrende Beiträge für den Straßenausbau in Martinshöhe zahlen mussten. Bürgermeister Hartwig Schneider hatte daraufhin eine Rückzahlung der Beiträge veranlasst, die sich allerdings auf die letzten vier Jahre beschränkte. Einen längeren Zeitraum ließen die Verwaltungsvorschriften nicht zu.

Feller erläuterte die Schwierigkeiten, die mit dem Ausbau verbunden sind. Die Straße wird zum Ende hin schmaler. Während sie mit einer Breite von 4,52 Metern auf die Zweibrücker Straße trifft, endet sie mit einer Breite von 3,51 Metern am letzten Haus. Weil die Straße auch von dem einen oder anderen Lastwagen genutzt wird, sind gewisse Anforderungen zu erfüllen. „Es wird aber nicht der große Aufbau“, sagte Feller mit Blick auf die Ausführung des Unterbaus, „wir machen das so, dass das funktioniert“, ergänzte er. Weil es außerdem schwierig sei, Asphalt bis zu den Häusern zu gießen, werden im Bereich der Häuser Betonsteinpflaster verbaut.

Bei zwei Enthaltungen beschloss der Rat den Ausbau mit Asphalt. Rund 10 000 Euro der Kosten zahlt die Gemeinde, 90 000 Euro werden auf die Anlieger der Stichstraße umgelegt.

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