Waldfischbach-Burgalben
Aldi plant Umzug: Weiteres Wegstück Richtung Burgalben geebnet
Ganz entscheidend war ein Notartermin Ende Dezember. Bei diesem Termin wurden die notwendigen Grundstücke an Aldi übertragen. Darüber informierte Bürgermeister Michael Ostreicher (BWB) den Gemeinderat. Zwischenzeitlich hatte die Gemeindeführung ein Gespräch mit Aldi über die weiteren Schritte.
Aldi wird an den Standort umziehen, an dem das Unternehmen einst seinen ersten Markt in Waldfischbach-Burgalben eröffnet hatte. In den ersten Umzugsplanungen aus dem Jahre 2020 war vorgesehen gewesen, dass in Verlängerung der Tankstelle Fröhlich ein komplett neuer Markt gebaut wird. Zwischenzeitlich habe Aldi die Pläne aus Kostengründen geändert, erläuterte der für das Bauen zuständige Beigeordnete Herbert Beihl (CDU).
Bestehendes Gebäude wird erweitert
Aldi wird das bestehende Gebäude – in dem nach dem Auszug von Aldi weitere Märkte, zuletzt ein Schuhlager, untergebracht waren – weiter nutzen, umbauen und nach hinten in Richtung Schwarzbach erweitern. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) hatte gefordert, dass der Bereich, in dem Aldi baut, genau festgehalten wird. Im geänderten Entwurf für das Einzelhandelskonzept ging man noch von den vormaligen Plänen des Discounters aus. Damit, erläuterte Beihl, würden die Abgrenzungen nicht stimmen, da Aldi nun anders plant. Das wurde noch geändert.
Während der längeren Verhandlungsphase über die Grundstücke war bereits ein Zielabweichungsverfahren bei der SGD Süd eingeleitet worden. Das war notwendig, weil die Gemeinde seit 2013 ein Einzelhandelskonzept hat und der geplante Standort in Burgalben nicht in dem im Konzept ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereich liegt, in dem Märkte gebaut werden dürfen. Dieser befindet sich in der Hauptstraße im Ortsteil Waldfischbach.
Weiterer Markt von Änderung betroffen
Der Zielabweichung, um einen großflächigen Supermarkt auch im Ortsteil Burgalben anzusiedeln, hatte die SGD im Februar 2023 zugestimmt. Unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde ihr Einzelhandelskonzept in den dafür notwendigen Passagen ändert. Das zu tun, hatte der Gemeinderat bereits beschlossen. Allerdings erst dann, wenn die Voraussetzungen geschaffen und die Grundstücke gesichert sind. Da das nun der Fall ist, hat der Rat das von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung fortgeschriebene Konzept verabschiedet.
Die Änderungen betreffen einen weiteren Discounter in Waldfischbach-Burgalben. Den Netto-Markt in der Welschstraße am Ortsausgang Richtung Heltersberg. Netto hatte beantragt seine Filiale erweitern zu können. Auch dafür wurden die Voraussetzungen geschaffen. Zwischenzeitlich gibt es für die Erweiterungspläne bereits eine Baugenehmigung. Die konnte erteilt werden, weil Netto für sein Vorhaben keinen Bebauungsplan benötigt.
Hier greife Paragraf 34 des Baugesetzbuches, der besagt, dass Bauvorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile zulässig sind, wenn sie sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung einfügen, erläuterte Beihl. Bei Aldi sieht das anders aus. In diesem Fall muss die Gemeinde einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen. Das wird auf Ortsebene der nächste Schritt sein.