Kreis Südliche Weinstraße Vollsperrung sorgt für Ärger

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Im Zusammenhang mit den Straßenbauarbeiten in der Mühl- und Kirchgasse erneuern die VG-Werke Herxheim und der Wasserzweckverband Impflinger Gruppe auch die Wasserversorgungsleitung in der Landauer und Billigheimer Straße, was zu einer Vollsperrung geführt hat. Das sorgt bei ortsansässigen Geschäftsleuten für Ärger. So auch bei Metzgermeister Kurt Kern: „Wir haben den Eindruck, die Gemeinde legt keinen Wert auf unser Überleben.“ Kern, Henrike Jonsson von der Klingbach-Apotheke und Bäckermeister Franz Hirsch, der im Ortskern eine Bäckerei unterhält, kommen in einem gemeinsamen Schreiben zu dem Eindruck, dass man in Rohrbach irgendwann nur noch einen Dorfladen wolle. Kritisiert wird, dass sie von diesem Bauvorhaben beziehungsweise der Sperrung der Ortsdurchfahrt erst drei Tage vorher über die Umleitungsbeschilderung erfahren haben. „ Natürlich müssen solche Reparaturen erledigt werden. Aber wenn sie in dieser Form, knallhart und ohne Wenn und Aber, kommen, so ist dies unser Ruin“, sagt Kern. Die Geschäftsleute wünschen sich, dass die Baustelle in Abschnitten erfolgt. Sobald die Engstelle zwischen der Gaststätte „Rappen“ und der Pizzeria fertiggestellt sei, solle der Verkehr über eine Ampelanlage bei halbseitiger Sperrung geregelt werden. Die Landauer Straße habe nach ihrer Ansicht dazu die notwendige Breite. Die Forderung: die Zufahrt der Kunden von Billigheim-Ingenheim und Impflingen dadurch jederzeit möglich zu machen und den geplanten Zeitrahmen der Sperrung von zwei Monaten unbedingt einzuhalten. Kern: „Es ist wahrscheinlich nicht ganz einfach, dies zu ermöglichen, aber ein guter Wille kann Berge versetzen. Wir bitten nur um ein wenig Kompromissbereitschaft und eine annehmbare Lösung des Problems.“ Katja Wahl-Knoll, Leiterin der VG- Werke, hält dagegen, dass die Arbeiten gemeinsam mit der Ortsgemeinde im Frühjahr ausgeschrieben worden seien. Die Bürger seien erstmals in einer Anliegerversammlung Ende Februar sowohl über die Bauarbeiten als auch über die Zeitschiene informiert worden. Die Bauarbeiten in der Landauer Straße seien bereits für Juni angekündigt worden. Bedingt durch Witterung und Baugrundbeschaffenheit sei es jedoch zu Verzögerungen im Teilabschnitt Mühlgasse gekommen, wodurch der Baubeginn in der Landauer Straße erst im Juli möglich war. Doch die drei genannten Geschäfte gehören nicht zu den Anliegern der Landauer Straße und haben daher auch nicht an der Anliegerversammlung teilgenommen, wie sie der RHEINPFALZ mitteilen. Zu den Forderungen der Geschäftsleute sagt die Werkleiterin, dass die Arbeiten im Bereich der Landauer Straße nur unter Vollsperrung möglich seien, da die Mindestfahrbahnbreite nicht mehr sichergestellt werden könne. Darüber hinaus seien zur Erneuerung von Wasser- und sanierungsbedürftigen Abwasserhausanschlüssen in der Landauer Straße Querungen der Straße erforderlich, die bei halbseitiger Sperrung nicht ausgeführt werden könnten. Wahl-Knoll geht davon aus, dass die Bauarbeiten in der Landauer Straße noch rund sechs Wochen andauern. Die Verbandsgemeinde nehme die Anliegen der Geschäftsleute sehr ernst und werde prüfen, ob die Straße zu dem Zeitpunkt wieder für den Verkehr in Richtung Impflingen freigegeben werden könne, wenn sich die Bauarbeiten nur noch auf die Billigheimer Straße erstrecken. Nach Prüfung aller Alternativen seien keine innerörtlichen verkehrssicheren Umleitungsstrecken für den Durchgangsverkehr möglich. Ortsbürgermeister Peter Feser (CDU) sagt, dass der Beginn der Maßnahme nicht ausreichend früh bekannt gemacht worden sei. Bei einer Besprechung über die geplante Vollsperrung habe die Gemeinde zu bedenken gegeben, dass diese weder im Interesse der Geschäfte noch der Bürger sei. Mit dieser Haltung habe sich die Gemeinde aber nicht gegen den Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Speyer durchsetzen können, der auf einer Vollsperrung bestanden habe, so Feser. Er findet, dass die Hintergasse als Umleitungsstrecke nicht geeignet sei. Mehrere tausend Autos am Tag könne die Straße gar nicht aufnehmen. |som

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