Kreis Südliche Weinstraße Tiefer Graben im Kurpark

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Schweres Gerät und ein tiefer Graben bestimmen derzeit das Bild im nördlichen Teil des Kurparks in Bad Bergzabern. Eine neue Hauptleitung für die Wasserversorgung der Stadt wird als Vorbereitung für die Offenlegung des Erlenbachs im Kurpark gelegt, die Gesamtkosten betragen rund 350.000 Euro, davon entfallen auf die Stadt zirka 100.000 Euro.

Die Offenlegung des Erlenbachs soll dann 2017 beginnen. „Wir hätten die Wasserleitung in jedem Fall erneuern müssen, sie ist 70 Jahre alt“, erläutert der Geschäftsführer der Stadtwerke, Christian Müller. Rund 500.000 Kubikmeter Wasser braucht Bad Bergzabern jährlich, die hauptsächlich von den Quellen in Birkenhördt kommen. Durch die rund 500 Meter lange Leitung wird das Wasser durch den Kurpark gepumpt und dann verteilt. Die alte Leitung befindet sich im südlichen Teil des Parks, parallel zum Erlenbach, der offengelegt werden soll. Mit der Verlegung und Erneuerung der Wasserleitung werden auch 2500 Meter Mittelspannungs- und Niederspannungskabel verlegt und eine neue Trafostation gebaut. „Das alte Kabel ist 50 Jahre alt, ein sogenanntes Nasskabel, es ist teils defekt und hat eine schlechte Isolation“, informiert Müller. Verlegt wird auch die rund 300 Meter lange Leitung, die das Thermalwasser in die Therme pumpt, rund 20.000 Liter pro Tag. „Es gibt zwei Brunnen für das Thermalwasser, einen am Kurparkeingang und einen in Höhe der Minigolfanlage“, informiert die Geschäftsführerin der Südpfalztherme, Sandra Reichenbacher. Diese Arbeiten wären ohne die geplante Offenlegung des Erlenbachs nicht nötig gewesen und müssen von der Stadt finanziert werden. Der größte Kostenfaktor sind die Tiefbauarbeiten für die gesamten Leitungen, bei denen fast 1400 Kubikmeter Erde bewegt werden. Ausführende Firma ist Broschart und Göller aus Maßweiler, die Kosten für den Tiefbau betragen zirka 150.000 Euro. 40.000 Euro des Gesamtbetrags sind für die Hauptwasserleitung veranschlagt, 30.000 Euro für die Leitung des Thermalwassers und rund 70.000 Euro für die Verlegung des Stroms und die neue Trafostation. Die Stadtwerke rechnen damit, dass die Bauarbeiten bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sind. Dann kann die neue Leitung angeschlossen werden und der nördliche Teil des Kurparks ist frei für die Offenlegung. Geplanter Baubeginn des mit 3,5 Millionen Euro veranschlagten Vorhabens, das zu 90 Prozent gefördert wird, ist 2017. Auf gut 11.000 Quadratmetern und auf einer Länge von 800 Metern soll der Erlenbach, der derzeit noch unterirdisch in maroden Rohren fließt, erlebbar gemacht werden. Vor Kurzem wurde die ursprüngliche Planung um Erlebnisräume erweitert: Unter anderem sind eine Seebühne, eine Sandfläche mit Liegestühlen, ein Matschplatz für Kinder und ein Aussichtssitz geplant. Treppen sollen immer wieder zum Erlenbach führen, Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Geplant ist eine Trinkstelle für das Heilwasser. Gefördert wird das Projekt vom Umweltministerium über die „Aktion blau plus“, im Jahr 2020 soll alles fertig sein. (pfn) Info Die Bevölkerung kann sich am morgigen Freitag einen Überblick über die geplante Offenlegung des Erlenbachs im Kurpark verschaffen. Die Trasse wird heute abgesteckt. Morgen informieren Said Hartenstein von der mit Planung und Ausführung beauftragten Firma Teambau und Stadtbeigeordneter Martin Wichmann (CDU) über den Verlauf. Treffpunkt ist um 16 Uhr am östlichen Eingang des Kurparks. (jpa)

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