Bad Bergzabern/Landau Stichwahlen: Duelle in drei Gemeinden und drei Stadtdörfern

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl werden mancherorts die Menschen noch einmal an die Wahlurne gebeten.
Zwei Wochen nach der Kommunalwahl werden mancherorts die Menschen noch einmal an die Wahlurne gebeten.

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl wird es noch einmal spannend. In Bad Bergzabern steht die Stichwahl zum Stadtbürgermeister an. Auch in zwei weiteren Gemeinden und in drei Stadtdörfern kommt es zum entscheidenden Duell.

Wer wird in den kommenden fünf Jahren die Geschicke in der Kurstadt lenken? Diese Frage konnte im ersten Wahlgang am 9. Juni noch nicht beantwortet werden. Die Entscheidung über den neuen Stadtbürgermeister Bad Bergzaberns fällt am Sonntag in der Stichwahl. Oder wird es etwa gar keinen neuen Mann auf dem Chefsessel im Schloss geben?

Amtsinhaber Hermann Augspurger strebt eine zweite Amtszeit als Stadtbürgermeister in Bad Bergzabern an.
Amtsinhaber Hermann Augspurger strebt eine zweite Amtszeit als Stadtbürgermeister in Bad Bergzabern an.

Einer der Duellanten ist nämlich Hermann Augspurger (FWG), der seine zweite Amtszeit anstrebt. Gemessen am Ergebnis von vor zwei Wochen stehen die Chancen für ihn nicht schlecht. 1435 Menschen und damit 43,2 Prozent setzten im ersten Durchgang ihr Kreuz auf dem Wahlzettel hinter dem Namen des 58-jährigen Müller- und Winzermeisters. Für die absolute Mehrheit, die es für einen Sieg im ersten Wahlgang gebraucht hätte, reichten die 43,2 Prozent allerdings nicht.

Der aktuelle erste Beigeordnete Martin Körner möchte neue Stadtbürgermeister Bad Bergzaberns werden.
Der aktuelle erste Beigeordnete Martin Körner möchte neue Stadtbürgermeister Bad Bergzaberns werden.

Hinter Augspurger auf Platz zwei landete Martin Körner (SPD). Zwar kandidiert er erstmals für das Amt des Stadtbürgermeisters, ein Unbekannter im politischen Betrieb der Kurstadt ist er allerdings nicht. Der 61-jährige Diplomingenieur im Maschinenbau ist derzeit erster Beigeordneter der Stadt. Vor zwei Wochen zeigte er sich zufrieden mit seinem Ergebnis von 30,3 Prozent. Vor allem deshalb, weil das reichte, um CDU-Mann Robert Wilhelm (26, Prozent) aus dem Rennen zu nehmen. Körner weiß, dass es schwer wird, die Stichwahl für sich zu entscheiden. In der ersten Runde bekam er immerhin 430 Stimmen weniger als Augspurger. „Ich gebe nicht auf“, gab sich Körner am Wahlabend dennoch kämpferisch.

Bernhard Jud, FWG-Bürgermeisterkandidat in Kapsweyer.
Bernhard Jud, FWG-Bürgermeisterkandidat in Kapsweyer.
Heiko Angermeier, SPD-Bürgermeisterkandidat in Kapsweyer.
Heiko Angermeier, SPD-Bürgermeisterkandidat in Kapsweyer.

Deutlich enger beieinander lagen Bernhard Jud (FWG) und Heiko Angermeier (SPD) im ersten Wahlgang. Sie konkurrieren um den Bürgermeisterposten in Kapsweyer. Den hätte auch Sonja Schmid (Bürgerliste Kapsweyer) gerne gehabt. Mit 11,3 Prozent wurde sie aber nur Dritte. Auf Platz eins landete der 61-jährige Fleischermeister Jud. Ihm schenkten 270 Wähler und damit 47,7 Prozent das Vertrauen. Der 43 Jahre alte Angermeier, gelernter Kommunikationselektroniker und seit 16 Jahren Gemeindearbeiter in Kapsweyer, erhielt mit 232 Stimmen (41,0 Prozent) nur 38 weniger als Jud. Das Rennen um die Nachfolge von Felix Schönung als Bürgermeister in Kapsweyer ist also offen.

Sabine Bentz, FWG-Bürgermeisterkandidatin in Schweigen-Rechtenbach.
Sabine Bentz, FWG-Bürgermeisterkandidatin in Schweigen-Rechtenbach.
Mohamed Sami-Augustin, SPD-Bürgermeisterkandidat in Schweigen-Rechtenbach.
Mohamed Sami-Augustin, SPD-Bürgermeisterkandidat in Schweigen-Rechtenbach.

Nach dem Rückzug von Dieter Geißer (parteilos) wird auch Schweigen-Rechtenbach sicher einen neuen Ortschef oder eine neue Ortschefin bekommen. Im ersten Wahlgang hatten Isolde Kerst (parteilos) mit 16,5 Prozent und Werner Röhrken (CDU) mit 22,5 Prozent das Nachsehen. In der Stichwahl am Sonntag duellieren sich nun Sabine Bentz (FWG) und Mohamed Sami-Augustin (SPD). Vor zwei Wochen hatte die 58-jährige gelernte Schneiderin Bentz mit 291 Stimmen und damit 34,9 Prozent die Nase vorne. Bei Senior-IT-Manager Sami Augustin setzten 217 Wähler (26,0 Prozent) ihr Kreuz.

Auch in Landau stehen am Sonntag noch drei Stichwahlen um Ortsvorsteherposten in den Stadtdörfern an: in Arzheim, Queichheim und in Godramstein. In Arzheim muss sich der bisherige Amtsinhaber Klaus Kißel (SPD) der Stichwahl stellen, auch wenn er am liebsten seinen Verzicht erklärt hätte, nachdem sein Herausforderer Michael Richter (FWG) fast 50 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Doch einen Rückzug lässt das Wahlgesetz nicht zu. Kißel könnte allenfalls aufs Amt verzichten, wenn er am Sonntag keinen deutlichen Wählerauftrag erhält.

Klaus Kißel muss in Arzheim in die Stichwahl.
Klaus Kißel muss in Arzheim in die Stichwahl.
Michael Richter
Michael Richter

In Queichheim hat Ortsvorsteher Jürgen Doll (CDU) 48,8 Prozent der Stimmen eingefahren. Auf den Sozialdemokraten Adrian Koder-Horsten entfielen 33,6 Prozent. Auch in Godramstein hat der bisherige Amtsinhaber Michael Schreiner (CDU) die Nase vorn. 46,7 Prozent der Wähler haben für ihn gestimmt, 41 Prozent für Thomas Flocken (SPD). Nur dort, nicht aber in Queichheim, wo es ebenfalls einen dritten Kandidaten aus den Reihen der Grünen gegeben hatte, haben die Landauer Grünen eine Wahlempfehlung ausgesprochen: für den Sozialdemokraten. Ob dies die Wähler der Grünen beeindruckt, bleibt abzuwarten.

Für die Stichwahlen in den drei Stadtdörfern werden nach Angaben der Stadt keine neuen Wahlbenachrichtigungen verschickt. Wer seine nicht mehr findet, kann sich mit dem Personalausweis im Wahllokal ausweisen. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr.

Jürgen Doll will in Queichheim wiedergewählt werden.
Jürgen Doll will in Queichheim wiedergewählt werden.
Adrian Koder-Horsten (SPD) ist der Herausforderer in Queichheim.
Adrian Koder-Horsten (SPD) ist der Herausforderer in Queichheim.
Michael Schreiner (CDU will weiter für Godramstein verantwortlich zeichnen.
Michael Schreiner (CDU will weiter für Godramstein verantwortlich zeichnen.
Thomas Flocken (SPD) wird auch von den Grünen unterstützt.
Thomas Flocken (SPD) wird auch von den Grünen unterstützt.
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