Südpfalz
SPD nominiert Alexander Schweitzer einstimmig als Kandidat für Wahlkreis 49
Zu Beginn gab es Lob von der Ministerpräsidentin: „Er kann gut reden, und das ist besonders als Fraktionsvorsitzender ziemlich wichtig. Das Wort ist wie gemacht für Alexander.“ Schweitzer sei, sagte Malu Dreyer, ein Abgeordneter, für den sein Wahlkreis das Wichtigste sei. Das sei beispielsweise bei seinem Einsatz für den Erhalt des Caritas-Förderzentrums in Herxheim spürbar gewesen, denn das Thema sei dann auch in Mainz ein wichtiges gewesen.
Schweitzer, 46, Jurist, ist direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 49, der sich nach der Landtagswahl – sie ist für 14. März 2021 terminiert – aus den Verbandsgemeinden Herxheim, Landau-Land, Kandel, Bad Bergzabern, Annweiler und Offenbach zusammensetzen wird. Der Südpfälzer ist schon lange im Geschäft, war Staatssekretär, Minister, sitzt im Vorstand der Bundes-SPD. Schweitzer gilt auch deshalb als einer der mächtigsten Politiker in Rheinland-Pfalz. Er ist aber nicht nur in seiner Partei gut vernetzt, sondern hält auch Kontakte zu Politikern anderer Parteien. Schweitzer gilt zudem als hervorragender Redner und kann, was ein Fraktionschef können muss: Den politischen Gegner knallhart angehen.
„Gibt in Wahlkreis keinen kleinen Themen“
„Ich werde Abgeordneter für jeden sein, so habe ich es immer gehalten“, sagte Schweitzer am Freitag. Am Mittag sei er beispielsweise in Ranschbach gewesen, um mit dem Ortsbürgermeister im Dorfgemeinschaftshaus zu überlegen, wie der Weg vom Saal oben zu den Toiletten im Keller besser gestaltet werden kann. „Da steht man vielleicht nicht am nächsten Tag in der Zeitung, aber das ist wichtig. Es gibt in einem Wahlkreis keine kleinen Themen.“ Und er sei keiner, das wolle er auch mit diesem Beispiel deutlich machen, der irgendwie nach Parteibuch unterscheide.
„Ich bin gerne auf Weinfesten und bei Prunksitzungen, weil ich gerne bei den Menschen bin“, sagte Schweitzer. Auch deshalb habe er seit der Landtagswahl vor vier Jahren 685 Termine im Wahlkreis absolviert. „Ich bin auch da, wenn keine Wahl ist.“ Es seien vor allem die persönlichen Begegnungen, die ihm im Gedächtnis blieben. „Manche Menschen haben wirklich existenzielle Sorgen, die ziehen einem teilweise die Schuhe aus. Unterschätzt das nicht.“ Deshalb sei es wichtig, etwas für die Menschen zu tun, denn Politik müsse etwas wollen.
Lob von Kurt Beck: „Es geht ihm um die Menschen“
Die Delegierten wollen jedenfalls, dass Schweitzer ihr Kandidat für den Wahlkreis 49 ist. Das brachten sie mit ihrem einstimmigen Votum zum Ausdruck. Schweitzers B-Kandidatin Monique Dinies aus Kandel erhielt 93 Prozent der Stimmen. Die 34-Jährige sitzt dort unter anderem im Verbandsgemeinderat. Und am Ende gab’s auch noch Lob von einem ehemaligen Ministerpräsidenten: „In meinem Alter darf ich das sagen: Ich bin stolz auf euch. Man merkt Alexander einfach an, dass es ihm um die Menschen geht“, sagte Kurt Beck