Südpfalz / Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Sieben Millionen Euro in moderne Bahn-Technik investiert

Am Bahnübergang in Albersweiler wird in dieser Woche die Entwässerung erneuert.
Am Bahnübergang in Albersweiler wird in dieser Woche die Entwässerung erneuert.

Die Deutsche Bahn hat viel Geld in die Hand genommen, um die Technik auf der Queichtalstrecke zwischen Landau und Pirmasens zu modernisieren. Für den finalen Akt müssen Zugfahrer in dieser Woche auf Ersatzbusse umsteigen.

Seit Mittwoch ist die Bahnstrecke gesperrt. Noch bis Sonntag müssen Pendler, Schüler, Wanderer und Co. in Busse umsteigen und längere Fahrwege in Kauf nehmen. Aber danach soll’s rund laufen auf der Queichtalstrecke, die die Südpfalz mit der Südwestpfalz verbindet. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, wird dann die zweite Baustufe des Elektronischen Stellwerks Südpfalz nach rund sechs Monaten Bauzeit abgeschlossen sein. Dann gehen in Annweiler und Wilgartswiesen neue elektronische Stellwerke in Betrieb. Das bedeutet, dass künftig Fahrdienstleiter aus der Bedienzentrale in Neustadt sämtliche Weichen und Signale per Mausklick steuern. Damit ist die letzte Lücke der Südpfalzstrecke für die neue Technik geschlossen. Zuvor war die Technik bereits in den Bahnhöfen Zweibrücken, Dellfeld, Pirmasens-Nord, Pirmasens Hauptbahnhof, Waldfischbach, Münchweiler und Hinterweidenthal Ost eingeführt worden.

Laut Bahn wurden auf der Strecke fünf Weichenantriebe getauscht, rund 30 Kilometer Kabel verlegt und 30 neue Signale montiert. Drei Bahnübergänge wurden umgebaut, damit sie mit der neuen Technik kompatibel sind. Auch die beiden Reisenden-Überwege zu den Mittelbahnsteigen in Wilgartswiesen und Annweiler wurden erneuert. „Bis zu 30 Mitarbeiter waren in den letzten Monaten Tag und Nacht im Einsatz, um die Umschaltung von der alten auf die neue Signaltechnik zu ermöglichen“, so die Pressestelle der Bahn.

Arbeiten am Bahnübergang in Albersweiler

Noch schwer am Arbeiten ist man aktuell am Bahnübergang in der Hauptstraße in Albersweiler. Dort wird die Entwässerung auf Vordermann gebracht. In der vergangenen Woche wurden unter Sperrung des Straßenabschnitts die Vorarbeiten erledigt. In dieser Woche sind die eigentlichen Arbeiten am Durchlass dran. Wie die Bahn auf Anfrage erklärt, wird Regenwasser aus den Entwässerungsgräben der Hauptstraße und den angrenzenden Flächen durch den Durchlass unter den Gleisen und unter der Straße in die Queich geleitet. Das ist wichtig, sonst könnte es bei starken Regenfällen gefährlich auf den Schienen werden. Damit es möglichst schnell vorangeht, werde Tag und Nacht gearbeitet. Was die Pendler freut, dürfte für die Anwohner eine Belastung sein.

Noch bis Sonntag wird die Bahn für die finalen Arbeiten an der Strecke brauchen. In dieser Zeit ist die Linie gesperrt. Einzelheiten zum Busersatzverkehr finden Reisende auf Aushängen an den Bahnhöfen, unter www.bahn.de/aktuell und in der DB-Navigator-App.

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