Kreis Südliche Weinstraße Seele des Adventskalenders

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Birkenhördt. Zum 18. Mal veranstaltet der Kunstverein den beliebten „Birkenhördter Adventskalender“. 432 Fenster werden es sein, wenn sich an Heiligabend die Türen zur Christmette in der katholischen St. Galluskirche öffnen. Alle mit Hingabe gestaltet von örtlichen Vereinen und Bürgern. Initiatorin und lenkende Hand des Brauchs ist Vereinsvorsitzende Heidi Braun.

Sterne und Stiefel, Herzen, Bären und Tannenbäumchen sind nur einige der Formen, die beim Adventsfenster „Weihnachtsbäckerei“ von den Birkenhördter Kindern ausgestochen werden. Mit „Heidi“, wie man sie allseits vertraut nennt, sind es sechs Helfer an diesem Tag, an dem das Dorfgemeinschaftshaus zur Backstube und danach zum Café wird. Mit Eifer rollen die beschürzten Kinder Teile des zwölf Kilo schweren Teigs aus, den die Bäckerei Greiner aus der Kurstadt spendete. Vorfreudig bepinseln und bestreuen die kleinen Bäcker die Teile mit süßem Zubehör. Das Backwerk wird dann beim Adventskaffee mit vielen Besuchern aus dem Ort serviert, bei dem Heidi Braun auch eine packende und hintersinnige Weihnachtsgeschichte erzählt. Armin Schank meint dazu: „Man freut sich über das Engagement, wie überhaupt auf das ganze Programm, das alljährlich auf die Beine gestellt wird und uns so schön auf Weihnachten einstimmt.“ Das Lob kommt an bei der Vorsitzenden, die aber gleich das „tatkräftige Mitwirken“ des 150 Mitglieder starken Kunstvereins hervorhebt, den sie seit zwei Jahren führt. Gut zwölf Jahre hatte diese Funktion auch ihr Mann Gerhard inne, der früher Zollbeamter in Schweigen-Rechtenbach war, weswegen das Ehepaar aus Zweibrücken 1979 in die Südpfalz zog. Längst ist die dreifache Mutter zur Birkenhördterin mit Leib uns Seele geworden. Als Sprachförderkraft arbeitet sie in zwei Kitas im Kreis, betrieb auch mal ein eigenes Puppenbühne und heimste mit ihrer Jugendgruppe mit dem Filmprojekt „Wir über uns“ 2010 einen Landespreis ein. Und sie ist „mit Herzblut“ kommunalpolitisch aktiv. Seit 2001 ist sie für die CDU im Ortsgemeinderat, seit 2004 Beigeordnete an der Seite von Ortschef Matthias Ackermann. Der lobt die 56-Jährige, die unter anderem auch Köchin beim Seniorentag und beim Umwelttag der Gemeinde ist, als „beispielhaft engagiert“. Der Adventskalender sei natürlich eine „enorme Organisationsarbeit“, aber es gebe stets auch „feste Größen“. Mit von der Partie sind immer auch Familien und Geschäfte, die „Filialgemeinden“ Böllenborn und Blankenborn und, bereits zum zehnten Mal, die Folkgruppe Skye, die heuer fast 500 Besucher anzog. Dass sich alljährlich so viele Familien beteiligen, freut Braun besonders: „Gerade für Neubürger ist das eine ideale Möglichkeit, sich zu integrieren.“ Der Verein legt aber Wert darauf, dass das Programm niemanden überfordert, die Fenster sollen „gemütliche Treffs“ bleiben. Dazu steuert der Kunstverein 600 Liter Glühwein bei. Der Erlös der Kalendergestalter kommt dem Allgemeinwohl zugute. In diesem Jahr soll ein Handlauf am Pfad hoch zur Friedenskapelle errichtet werden. (hima)

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