Kreis Südliche Weinstraße Rosenrot im Winterkleid

Die Gemeinde Kapellen-Drusweiler war der Vorreiter, dort wurden die ersten Rosen im Feld und in den Weinbergen gepflanzt. Alljäh
Die Gemeinde Kapellen-Drusweiler war der Vorreiter, dort wurden die ersten Rosen im Feld und in den Weinbergen gepflanzt. Alljährlich gibt es dort auch eine Rosenwanderung.

1250 Rosen werden aktuell an Rebzeilen im Kreis gepflanzt. Schade findet Ideengeberin Heidi Kunze aber, dass der Auftakt der kreisweiten Pflanzaktion in Klingenmünster ist, obwohl die Gemeinde nicht an der Aktion teilnimmt. „Ich hätte mir gewünscht, dass die symbolische Pflanzung als Start der Aktion in einer Gemeinde stattfindet, die sich an der Initiative des Kreises beteiligt hat, und ich wünsche mir, dass noch viele Rosen bestellt werden“, sagt Heidi Kunze aus Gleiszellen-Gleishorbach im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Vor zehn Jahren hat die Gästeführerin zusammen mit Renate Winstel-Krebs, Ruth Herzog und Pia Veith die Rosenwochen im Bad Bergzaberner Land ins Leben gerufen, die jährlich Tausende von Besuchern anlocken. „Die Gemeinde Kapellen-Drusweiler war der Vorreiter. Sie hat als erste Rosen an den Reben gepflanzt“, erzählt Heidi Kunze. Die Rose habe bei den Winzern eine historische Bedeutung. Sie sei früher an den Rebzeilen gepflanzt worden, weil sie sehr früh einen Schädlingsbefall an den Rebstöcken angezeigt habe. Dörrenbach ist ebenfalls bei den Rosenwochen dabei – mit einem mittelalterlichen Spektakel. Höhepunkt der Rosenwochen ist der Rosenmarkt im Schlossinnenhof von Bad Bergzabern. „Ich habe im Frühjahr Landrat Dietmar Seefeldt angesprochen und ihm meine Idee mitgeteilt, Rosen im ganzen Landkreis zu pflanzen“, so Kunze. Diese Idee fiel auf fruchtbaren Boden. Ende September riefen der Verein zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft Südliche Weinstraße, Vorsitzender ist Dietmar Seefeldt, und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises die Ortsgemeinden und Winzer dazu auf, sich an einer groß angelegten Rosenpflanzaktion zu beteiligen. „Das Interesse war so groß, dass jetzt 1250 Rosenstöcke gepflanzt werden“, teilt die Geschäftsführerin des Tourismusvereins Südliche Weinstraße, Uta Holz, mit. Die Kosten von rund 10.000 Euro kamen zum großen Teil vom Förderverein. „Gleiszellen-Gleishorbach hat 75 Rosen bestellt und weitere 50 Rosen privat bezahlt. Andere Gemeinden haben ebenfalls Rosen zusätzlich gepflanzt“, ist die bisherige Bilanz von Heidi Kunze. Die ersten Rosen der Kreisaktion seien bereits im Boden. Altbürgermeister Heinz Wissing aus Gleiszellen-Gleishorbach habe sie als Erster gepflanzt. „Ganz toll“ findet sie die 500 Rosen in Dierbach, die bereits vor zwei Jahren in Eigeninitiative gepflanzt wurden. „Viele Winzer haben in den vergangenen Jahren Rosen gepflanzt“, erzählt die Gästeführerin. Gesetzt wurden Rosen im vergangenen Jahr auch in der Altstadt von Bad Bergzabern auf Anregung der Image-Arbeitsgemeinschaft des Zentrumsmanagements, in der Heidi Kunze mitarbeitet. „Vor dem Schloss wächst die Rose ,Zweibrücken’, eine Verbindung zur Geschichte des Schlosses“, so Kunze. Sie wünscht sich, dass im Hof des Gasthauses „Zum Engel“ ein Beet angelegt wird, in dem die Sorten wachsen, die Werner vom Scheidt im Büchlein „Die Bad Bergzaberner Rosen“ gezeichnet hat.

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