Maikammer RHEINPFALZ Plus Artikel Rathaussanierung: Baubeginn soll im Sommer sein

Das Rathaus soll saniert werden.
Das Rathaus soll saniert werden.

Die Kosten für die geplante Rathaussanierung prägen den Haushalt 2025 der Verbandsgemeinde Maikammer. 4,9 Millionen Euro sind laut Entwurf dafür eingeplant, von denen die Verbandsgemeinde 2,2 Millionen Euro als Zuschuss erhält.

Das Rathaus ist rund 40 Jahre alt, die Sanierung steht bereits seit mehr als vier Jahren auf der Tagesordnung. Auslöser der Planungen war damals ein Antrag der SPD auf einen barrierefreien Umbau. Der Maikammerer Architekt Lothar Textor, der seit der Kommunalwahl auch für die FWG im Verbandsgemeinderat sitzt, erstellte 2020 im Auftrag der Verbandsgemeinde eine Bestandsaufnahme, in der von einem „Instandhaltungsrückstand“ die Rede war. Inzwischen steht das Sanierungskonzept, und der Förderbescheid des Landes liegt vor. Innenminister Michael Ebling kam im Oktober selbst nach Maikammer, um die Förderzusage zu übermitteln.

Baubeginn soll im Sommer nächsten Jahres sein, teilte Verbandsbürgermeisterin Gabriele Flach (CDU) nun mit. Die Verwaltung werde vorübergehend umziehen. „Das Gebäude im laufenden Betrieb zu sanieren, wäre eine zu hohe Belastung für alle Beteiligten gewesen“, erklärte Flach. Außerdem wäre der Aufwand höher gewesen und die Bauzeiten hätten sich verlängert. Nach der Prüfung mehrerer Alternativen, darunter auch Containern, schlägt die Verwaltung nun die Nutzung von Bürogebäuden in der Nachbarschaft vor. Möglichkeiten gebe es in Edenkoben und in Neustadt. Von den rund 40 Mitarbeitern sollen laut Flach 34 umziehen, nun einige wenige werden vor Ort bleiben. Die Verwaltung rechne mit einer Bauzeit von 1,5 bis zwei Jahren, sagte Flach.

Fahrzeug für die Feuerwehr

Insgesamt will die Verbandsgemeinde im kommenden Jahr 6,2 Millionen Euro investieren. Dafür muss sie einen Kredit in Höhe von 3,1 Millionen Euro aufnehmen. Neben der Rathaussanierung stehen verschiedene Maßnahmen in der Gewässerunterhaltung an, die der Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Durchgängigkeit von Gewässern dienen. Damit soll die Artenvielfalt erhöht werden. Betroffen davon sind der Kropsbach in St. Martin (Stöckelfeld) und der Riedgraben in Kirrweiler.

Investiert werden soll auch in die Ausstattung der Feuerwehr und in die Schulen. So soll ein neuer Einsatzleitwagen angeschafft werden (200.000 Euro). Die Grundschule in Kirrweiler soll eine Beschattungsanlage (220.000 Euro) erhalten, in der Grundschule Maikammer will die Verbandsgemeinde die Beleuchtung auf LED umstellen (178.000 Euro). Für die kommunale Wärmeplanung hat die Verwaltung 70.000 Euro in den Haushalt eingestellt, 63.000 Euro davon erhält die Verbandsgemeinde als Zuschuss.

Die Verbandsgemeindeumlage soll von 33,5 auf 35,5 Prozentpunkte steigen. „Die Umlage ist 2018 gesenkt worden und seither langsam wieder angestiegen“, erklärte Flach. Die Verbandsgemeinde müsse darauf reagieren, dass überall die Kosten stiegen, gleichzeitig die Einnahmen sänken. Die Gewerbesteuereinnahmen fallen laut Haushaltsplan in Kirrweiler um 21,48 Prozent niedriger aus als 2024, in St. Martin um 18,25 Prozent. Lediglich in Maikammer steigen sie (7,26 Prozent). „Die Steuerkraft der Gemeinden sinkt, aber sie ist immer noch hoch“, fasst Flach zusammen. Das Jahr 2024 sei ein Rekordjahr gewesen in Bezug auf die Steuereinnahmen.

Info

Der Haushalt steht auf der Tagesordnung der VG-Ratssitzung am Donnerstag, 12. Dezember (Rathaus, 18.15 Uhr).

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