Kreis Südliche Weinstraße Plan B: Flüchtlinge in Sporthalle

Laut Ortsbürgermeister Karl Keilen (CDU) spitzt sich die Lage bei der Flüchtlingsunterbringung auf Verbandsgemeindeebene dramatisch zu. In der Bornheimer Halle könnte das Foyer genutzt werden. Gesperrt würden dann zwei Umkleide- und Sanitärräume, einmal für Frauen, dann für Männer. Dieses Notfallszenario ist das Ergebnis der jüngsten Ortsbürgermeisterbesprechung. Sportveranstaltungen könnten in der Halle dennoch stattfinden, so Verbandsbürgermeister Axel Wassyl (parteilos). Zurzeit sind in der Verbandsgemeinde 97 Personen untergebracht. In der letzten Oktoberwoche ist mit weiteren 25 Neuankömmlingen zu rechnen. Nach Informationen von Wassyl sind die verfügbaren Unterkünfte in der VG bald belegt. Im November könnten die ersten kommunalen Hallen für Unterkünfte infrage kommen. Die verbandsgemeindeeigene Halle in Bornheim sei der Plan B. Vor diesem Hintergrund sucht die Verbandsgemeinde dringend Wohnraum. Bezahlt wird die vom Wohnungszustand abhängige, ortsübliche Miete nach dem Mietspiegel des Kreises Südliche Weinstraße. Laut Ortsbürgermeister Keilen geht es um eine rasche Information über die mögliche Nutzung der Großsporthalle Bornheim. In der Ratssitzung vom 4. November soll Verwaltungschef Wassyl Auskunft geben und für Fragen des Rates zur Verfügung stehen. Ein anderer Aspekt: Durch den vermehrten Zustrom von Flüchtlingen steigt laut Verbandsgemeindeverwaltung auch die Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter. Da die Unterbringung mit allen damit verbundenen Arbeitsgängen Vorrang genieße, könnten Projekte der Ortsgemeinden nicht schnell behandelt und betreut werden, heißt es. (tr/mik)