Kreis Südliche Weinstraße Plötzlich doch Platz zum Putzen

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Der Offenbacher Bauhof am Industrie- und Gewerbegebiet Interpark, wird nun doch mit einem Waschplatz ausgestattet. Zwei Alternativen scheiterten im Gemeinderat. Bei fünf Neinstimmen und drei Enthaltungen beschloss die Runde am Dienstag den Bau eines Waschplatzes und einer Montagegrube.

Wie berichtet, gab es in der vorangegangenen Sitzung beim Tagesordnungspunkt „Vergabe der Entwässerungs- und Fundamentarbeiten“ Kritik aus allen Fraktionen. Streitpunkte waren neben der Ausschreibung eben auch der Bau eines Waschplatzes und einer Grube. Zunächst sollte beim Thema „Waschplatz“ nach Alternativen gesucht werden. Vorgeschlagen wurde die Reinigung der Fahrzeuge und Geräte des Bauhofs in der Waschanlage der Firma Hornbach in Bornheim, oder in der Waschhalle des Offenbacher Feuerwehrhauses. Bei der ersten Variante, Firma Hornbach, wären auf die Gemeinde jährliche Kosten von 7750 Euro zugekommen. Der entstehende Verwaltungsaufwand (die Mitarbeiter müssten ständig mit Münzgeld versorgt werden) würde weitere Kosten verursachen. Außerdem wäre das Erstellen von Belegen sehr problematisch. Bei der zweiten Variante Waschhalle beim Feuerwehrhaus, äußerten die Vertreter der Feuerwehr in ihrer Stellungnahme erhebliche Bedenken. Zum einen sei das Feuerwehrhaus im Besitz der Verbandsgemeinde Offenbach, was zu Problemen bei der Kostenfrage führen könnte. Zum anderen käme die Waschhalle an ihre Kapazitätsgrenze, weil die Fahrzeuge und Geräte des Bauhofs durch ihren speziellen Einsatz oft sehr stark verschmutzt seien. Vor der Abstimmung machte der Zweite Beigeordnete, Oliver Siebert (CDU), deutlich, dass der Bauhof auch der „Arbeitsstättenverordnung“ unterliege, die spezielle Einrichtungen wie einen Waschplatz und eine Grube fordere. Nach kurzer Diskussion beschloss der Rat die weitere Investition in den Bauhof in Höhe von rund 193.000 Euro. In dieser Summe enthalten sind: der Waschplatz 56.930 Euro, die Außenanlagen 14.280 Euro, die Grube 12.698 Euro und die Fundamente für die Halle 109.494 Euro. Während der Reparaturarbeiten der Laufbahn im Queichtalstadion, wurde festgestellt, dass 40 Rinnenabdeckungen so stark beschädigt sind, dass sie erneuert werden müssen. Bei einer Enthaltung entschied sich der Rat mehrheitlich gleich alle Rinnen-abdeckungen durch den Bauhof erneuern zu lassen. Die Materialkosten liegen bei rund 10.000 Euro. Einstimmig beschloss der Rat die Neufassung der Haus- und Benutzungsordnung, sowie die neue Kostenordnung für die Turn- und Festhalle. Auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses legte der Rat folgende Sätze fest: Für private Offenbacher Bürger beträgt die Miete für den Saal mit allen Nebenräumen im Sommer 320 und im Winter 380 Euro. Für Vereinsveranstaltungen mit Eintrittsgeldern oder Bewirtung gegen Entgelt, beträgt die Miete im Sommer für den Saal mit sämtlichen Nebenräume 200 und im Winter 260 Euro. Der Nebenraum kostet 100 beziehungsweise 160 Euro. Für gewerbliche Veranstaltungen zahlen Offenbacher Betriebe laut der neuen Gebührenliste für den Saal mit sämtlichen Nebenräumen im Sommer 490 und im Winter 590 Euro. (tr)

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