Kreis Südliche Weinstraße Paradies für Mauereidechsen

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Zwei Mauereidechsen beschäftigten den Gemeinderat Vorderweidenthal in seiner jüngsten Sitzung. Gesehen wurden sie von einem Fachmann auf dem Grundstück, auf dem die Gemeinde eine kleine Halle für die gemeindeeigenen Gerätschaften bauen will. Als Folge des artenschutzrechtlichen Gutachtens muss jetzt auch für die Eidechsen gebaut werden.

Tagesordnungspunkt war die Anerkennung des Planentwurfs, um auf einem gut 400 Quadratmeter großen Grundstück im Neubaugebiet „In den Pitzenäckern“ eine Halle für den gemeindeeigenen Traktor und andere Gerätschaften bauen zu können. Notwendig geworden war dies wegen des kürzlich für 52.000 Euro verkauften gemeindeeignen Gebäudes in der Lindelbrunnstraße 7, in dem die Geräte bisher untergebracht waren. Dorfplaner Hans-Jürgen Wolf stellte den Planentwurf vor, der aber das Gebäude noch nicht beinhaltet. Wegen der Mauereidechsen soll eine zweireihige zwölf Meter lange Sandsteinmauer aufgebaut werden, zudem soll der nährstoffreiche Boden durch nährstoffarmen ersetzt werden, um den Lebensraum der Eidechsen weiter zu verbessern und die Population zu erhöhen. Auswirkungen haben die Eidechsen auch auf die geografische Ausrichtung der Halle. Gemeinderat Helmut Burkhart hatte grundsätzliche Bedenken gegen den Bau der Halle an diesem Standort. Der Nebenerwerbslandwirt bezweifelte, dass es möglich sein werde, mit einem Schlepper und Hänger auf dem Grundstück zu wenden. Die Mehrheit der Ratsmitglieder war nach lebhafter Diskussion anderer Meinung, mit zehn Jastimmen und zwei Enthaltungen wurde der Planentwurf angenommen und wird in Kürze öffentlich ausgelegt. „Die Bürger können bei der öffentlichen Auslegung Anregungen einbringen,“, regte Wolf an. Die rechtliche Absicherung war ihm wichtig, weshalb der Gemeinderat zu Beginn der Diskussion beschloss, ihn als Fachmann, der die Pläne vorstellt, zuzulassen. Eine Formalie, die aber rein rechtlich den Plan kippen könnte, so Wolf. (pfn)

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