Bad Bergzabern RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Buch „Es geht um die Worscht“ mit Rezepten und Geschichten

Helga Rosemann hat schon eine ganze Reihe an unterhaltsamen Kochbüchern verfasst,
Helga Rosemann hat schon eine ganze Reihe an unterhaltsamen Kochbüchern verfasst,

Vegetarier oder Kalorienzählende sollten jetzt möglichst nicht weiterlesen. Denn „Es geht um die Worscht“. Das ist der Titel eines frisch erschienenen Kochbuchs der Bad Bergzaberner Autorin Helga Rosemann. Darin erfährt man auch, was die „Wurstologia“ ist.

Im neuen Kochbuch der Bad Bergzaberner Autorin Helga Rosemann dreht sich auf 104 Seiten alles um Blunz und Servelat, um Sauschwänzel, elsässische Saucischen und mehr. Rosemann ist – obwohl von der Herkunft ein kölsches Kind – eine begeisterte Anhängerin der pfälzischen Küche, und sie hat schon eine ganze Reihe von unterhaltsamen Rezeptbüchern verfasst, zum Beispiel über Flammkuchen oder Dampfnudeln.

Damit ein geschmackvolles Buch entsteht, hat sie ein besonderes schriftstellerisches Rezept: Sie mischt die Kochanleitungen mit Information und kleinen spannenden und lustigen Geschichten. So erfährt man, warum das größte Weinfest der Welt in Bad Dürkheim Wurstmarkt heißt, und wie viel Liter Wein da in guten Zeiten ausgeschenkt werden (300.000). Ein Beitrag erinnert an den Pfälzer Mundart-Barden Kurt Dehn, der natürlich auch die Worscht besungen hat („Do wird die Wutz geschlacht, do werd die Worscht gemacht ...“). Und was ist eine „Wurstologia“? Helga Rosemann klärt auf: Es handelt sich um eine besondere Literaturgattung, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Damals wie auch in jüngerer Zeit haben sich Autoren immer wieder ausgiebig mit Art und Geschichte des beliebten Nahrungsmittels befasst.

Autorin setzt auf Großmutters Rezepte

Zu den Rezepten: Große Experimente und Innovationen müssen die Leser nicht erwarten. Rosemann setzt auf Großmutters Rezepte und erklärt genau, wie man etwa Grumbeerstambes mit Blunz und Lewwerworscht oder für den Grill gespickte Fleeschworscht herstellt. Auch ein Blick über die Grenze gehört dazu: Im Elsass isst man zum Beispiel gerne Quiche mit Straßburger Geflügelknacks. Staunen kann man über die Vielfalt der Spezialitäten, die die Region zu bieten hat: von der Kuseler Musikantenwurst über die Rohrbacher Zippel und die Nußdorfer Servelat bis zur Betzen-Power-Wurst.

Das Buch, das im Neustadter Agiro-Verlag erschienen ist, überzeugt auch optisch: quadratisches Format, sanft getöntes Papier und viele schöne Fotos. Da macht das Blättern Spaß – und natürlich Appetit.

Rezept: Pannekuche mit Fleeschworscht

  • Zutaten: 200 g Mehl, 0,5 l Milch, 4 Eier, Salz, 4 EL Sonnenblumenöl, 4 EL Butter. Je Pfannkuchen 2 EL Speckstückchen, 2 EL Schnittlauchröllchen, einige Scheiben vom Fleischwurstrung.
  • Zubereitung: Aus Mehl, Milch, Eiern und einer Prise Salz einen glatten Teig rühren. Etwa 20 Minuten zum Ausquellen stehen lassen. Die Fleischwurst von der Pelle befreien und in dünne Scheiben schneiden. In einer gusseisernen Pfanne einen Esslöffel Öl erhitzen, zwei Esslöffel Speck zugeben, anrösten, darüber eine Kelle Teig schöpfen und mit den Wurstscheiben belegen. Den Pfannkuchen von einer Seite goldgeb backen, wenden, einen Esslöffel Butter in der Pfanne schmelzen und den Kuchen von der zweiten Seite backen. Mit Schnittlauchröllchen überstreuen und heiß servieren.

Lesezeichen

Helga Rosemann: Es geht um die Worscht – Gerichte und Geschichten rund ums Pfälzer Würstchen. Agiro-Verlag Neustadt. 104 Seiten. 14,80 Euro. ISBN 978-3-946587-42-2.

x