Annweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Neu gegründeter Verein hat Zukunft des Hermann-Krieg-Hauses im Blick

Der neu gegründete Verein um ihren Vorsitzenden Martin Krieg möchte Projekte mithilfe von Spenden und Zuschüsse realisieren.
Der neu gegründete Verein um ihren Vorsitzenden Martin Krieg möchte Projekte mithilfe von Spenden und Zuschüsse realisieren.

Ein neuer Verein möchte sich um das Hermann-Krieg-Haus beim Forsthaus Annweiler kümmern. Auch um die Organisation des traditionellen Zeltlagers des TSV, wofür bis Januar der mittlerweile verstorbene Abteilungsleiter Hermann Krieg zuständig war. Worum geht es den Mitgliedern?

Etwas überrascht reagierte der TSV-Vorstand auf die Neuigkeit, dass sich ein Verein gebildet hat, welcher die Zukunft des Hermann-Krieg-Hauses beim Forsthaus Annweiler und das dort jährlich stattfindende Zeltlager im Auge behalten möchte. Nachdem der ehemalige TSV-Abteilungsleiter Hermann Krieg im Januar infolge eines Sturzes unerwartet gestorben ist. Von einer Vereinsgründung sei ihm nichts bekannt, sagte Vorsitzender Norbert Klevenhaus. Von der Geschäftsleitung war zu erfahren, das Haus gehöre doch dem Turn- und Sportverein.

Es handle sich keineswegs um einen Gegenverein, beschwichtigte Martin Krieg, der Sohn des Verstorbenen und Vorsitzende des neuen Vereins. „Wir wollen lediglich dafür sorgen, dass für das Haus und die Wiese davor eine solide rechtliche Grundlage besteht“, teilte er auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. Es sei auch die Gemeinnützigkeit beantragt worden, damit Spenden sinnvoll verwendet werden.

Ein Pachtvertrag soll her

Die Besitzrechte am Haus hält Martin Krieg für ziemlich verworren. Das Grundstück gehöre der Stadt Annweiler, sagte er. Es existiere aber noch kein Pachtvertrag. Den will er möglichst rasch vom Stadtrat beschließen lassen. Für das Haus bestehe mit dem TSV ein Mietvertrag.

Das Blockhaus ist im Jahr 1971 entstanden, in vielen freiwilligen Arbeitsstunden der TSV-Leichtathleten unter der Regie von Hermann Krieg Senior, der damals die Leichtathletik-Abteilung des TSV leitete. Nach ihm ist das Haus auch benannt worden. Der Bau war notwendig geworden, nachdem das 1966 zum ersten Mal durchgeführte TSV-Zeltlager am Forsthaus eine feste Unterkunft für die Versorgung und die Zubereitung der Mahlzeiten benötigte. Das Feriencamp mit Lagerfeuerromantik nahm nämlich stetig an Teilnehmern zu.

Geht es mit dem TSV-Zeltlager weiter?

Mit der Zeit begannen Organisation und Verwaltung des Hauses sich zu verselbstständigen. Zusammen mit dem Gelände wurden es auch an Gruppierungen außerhalb des TSV vermietet. „Offiziell hat sich das Haus vom TSV abgekoppelt“, erklärt Martin Krieg.

Was hat der neue Verein zum Ziel? „Wir tragen die Kosten und müssen sehen, dass wir mit den Ausgaben zurechtkommen. Das TSV-Zeltlager gehört aber weiterhin zum Standard. So soll es auch in Zukunft bleiben“, betont Krieg. Da der Verein gemeinnützig sein wolle, flössen die Zuschüsse und Spenden voll in die beabsichtigten Projekte. „Das Haus muss ja auch instandgehalten werden“, bemerkt Krieg. „Wir sind froh, wenn am Ende alles null auf null aufgeht. Geld machen können wir damit nicht.“

Der Verein hofft auf viele Mitglieder, die auch mit anpacken, um Haus und Gelände in Schuss halten zu können.

Der Vorstand

Vorsitzender Martin Krieg, Stellvertreterin Bianca Borre, Kassenwartin Alexandra Krieg, Schriftführer Pascal Nickum

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