Kreis Südliche Weinstraße Mit Gummibärchen fängt alles an
Alles begann mit Gummibärchen, die den Menschen bekanntlich eine kleine Freude in ihr alltägliches Leben bringen. Dass aber ein Goldbärchen zwei junge Menschen auf den Weg zum gemeinsamen Glück führt, ist eher die Ausnahme. Ein Exemplar sorgte dafür, dass Samuel Lagas und Saskia Schneider die Liebe zueinander entdeckten und als Samuel I. und Saskia I. als Prinzenpaar beim Carnevalverein Narrhalla das Zepter schwingen.
Und diese Geschichte steckt hinter der Rolle des köstlichen Gummibärchen: Der heute 29-jährige Samuel Lagas aus Fischbach bei Dahn erlernte zunächst das Metzgerhandwerk, wechselte dann den Beruf, sah als Koch die bessere Perspektive und arbeitet nun in der Großküche der Bundespolizei in Bad Bergzabern. Die 23-jährige Saskia Schneider, von Hause aus Herxheimerin, entschied sich 2012 für eine Ausbildung als Bürokauffrau bei einem großen Drogeriemarkt in Karlsruhe. Sie wechselte 2016 ebenfalls zur Bundespolizei nach Bad Bergzabern und arbeitet dort in der Verwaltung. So kam der Tag, an dem Samuel Lagas das Büro aufsuchte und Saskia ihm ein Gummibärchen anbot. Samuel nahm das Angebot dankend an, und daraus entwickelte sich eine enge Freundschaft. Mittlerweile hat das junge Paar seinen Wohnsitz in Fisch-bach und fährt täglich gemeinsam zur Arbeit nach Bad Bergzabern. Während Samuel sich genau wie sein Vater von Kindesbeinen an dem Angelsport verschrieben hat, mit viel Liebe dabei ist und sich gleich in zwei Angelsportvereinen engagiert, ist bei Saskia schon sehr früh der Karneval in Fleisch und Blut übergangen. Mittlerweile hat sie nach der kleinen und mittleren die große Garde erreicht und trainiert selbst noch die „Micro Chips“. „Ich wusste, dass eines Tages das Prinzenamt auf mich zukommt, da ich weiß, wie Saskia an Fasnacht hängt“, sagt Samuel im Gespräch mit der RHEINPFALZ. So ist es nicht überraschend, dass seine Freundin bei der Frage, ob sie sich ein Amt als Faschingsprinzessin des CVH vorstellen könne, erst gar keine Bedenkzeit benötigte. „Weil ich weiß, dass damit ihr Herzenswunsch in Erfüllung geht, habe ich Saskia zuliebe den Job als Prinz übernommen“, sagt der Prinzgemahl. Die ersten Auftritte waren für ihn „so richtig gigantisch und haben viel Spaß gemacht“. Das Prinzenpaar ist sich sicher, dass die Fasnachtswochen viele Erinnerungen hinterlassen werden. Der Kalender sei voll mit Terminen, etliche Besuche bei befreundeten Karneval-Gesellschaften, bei anderen Veranstaltungen oder Vereinen sind momentan Alltag. Als Stress empfinden die Tollitäten das aber nicht. „Wir haben ein ganz großartiges Team um uns herum“, sagt Saskia Schneider und fügt hinzu: „Fasching heißt für uns: Freude vermitteln, soziales Engagement und Zusammenhalt, deshalb wollte ich Faschingsprinzessin werden.“