Klingenmünster RHEINPFALZ Plus Artikel Kita Tausendfüßler unter neuer Leitung

Katharina Baumstark ist der Kita Tausendfüßler immer treu geblieben.
Katharina Baumstark ist der Kita Tausendfüßler immer treu geblieben.

Seit einem Jahr leitet Katharina Baumstark die Kita Tausendfüßler in Klingenmünster. Eine kirchliche Feier gab es wegen Corona nicht. Aber das schmälert das Glück der 28-Jährigen nicht. Sie ist stolz darauf, Chefin der Kita zu sein, die sie selbst als Kind besuchte. Ihre Wege, sagt sie, hätten sie immer wieder dorthin zurückgeführt.

Erzieherin – das war schon immer Katharina Baumstarks Berufswunsch. Und den erfüllte sie sich. Die junge Frau aus Klingenmünster absolvierte eine vierjährige Ausbildung im Agnes Haus, einer privaten Fachschule für Sozialpädagogik, in Karlsruhe. Inzwischen ist sie sogar Kita-Leiterin. Seit Februar 2021 leitet die 28-Jährige die Protestantische Kita Tausendfüßler in Klingenmünster. Dort war sie selbst einmal Kindergartenkind. Und dorthin ist sie während ihrer beruflichen Laufbahn immer wieder zurückgekehrt.

Alles lief, wie gewünscht

Bereits nach ihrem Realschulabschluss in Bad Bergzabern bereitete sich Baumstark während eines Freiwilligen Sozialen Jahrs bei den Tausendfüßlern auf ihre Ausbildung vor. Ihre Praktika absolvierte sie später in der Katholischen Kita St. Michael – ebenfalls in ihrer Heimatgemeinde – sowie in einer Wohn-und Förderstätte bei der Lebenshilfe in Kandel und einem Förderkindergarten in Landau. Für ihr Anerkennungsjahr kehrte die Pfälzerin dann wieder an „ihre“ Kita zurück. Und nach ihrem Examen bekam sie dort eine unbefristete Stelle. „Es ist bisher alles so gelaufen, wie ich es mir immer gewünscht habe“, freut sich Baumstark.

Raus aus dem Büro

Als ihr ehemaliger Chef, Hans-Jürgen Breitwieser, sich zum Jahresende 2020 als Kitaleiter verabschiedete, habe sie mit der vakanten Stelle geliebäugelt. Schließlich konnte sie bereits seit zwei Jahren Erfahrungen als stellvertretende Leiterin sammeln, berichtet die junge Frau. „Ich habe es mit meinen Kolleginnen besprochen und als sie mir versicherten, ,wir können es uns sehr gut vorstellen, wenn du die Leitung übernimmst’, habe ich mich beworben“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich werde von einem tollen Team unterstützt, wir pflegen einen offenen Umgang, gehen respektvoll miteinander um. Von Anfang an war es mir wichtig als Leiterin nicht nur im Büro zu sein. Für mich ist es wichtig, in den Gruppen mit meinen Kolleginnen pädagogische Arbeit umzusetzen. Die Bürokratie nimmt zwar immer mehr zu, aber für uns Erzieherinnen steht die Arbeit mit den Kindern immer im Mittelpunkt.“

Zusammen zum Lolli-Test

Baumstark hofft, dass in diesem Jahr trotz Corona wieder mehr Projekte machbar sind. Im März etwa sei geplant, gemeinsam mit den Eltern das Baumhaus fertigzustellen, das der Förderverein mit Unterstützung der Aktion „Ein Herz für Kinder“ finanziert hat. Corona sei weiterhin ein schwieriges Thema, sagt Baumstark. Deshalb beteilige sich ihr Kindergarten am Angebot von Apotheker Stefan Spengler: einmal wöchentlich können sich die Kinder dort mit einem Lolli-Test selbst testen. „Das klappt hervorragend – die Kinder sind mittlerweile Profis und der Belohnungssticker ist sehr beliebt“, berichtet die Erzieherin. Neben ihrem Beruf engagiert sich Baumstark im Gemeinderat. Sie ist außerdem erste Vorsitzende im örtlichen Pfälzerwald-Verein.

x