Kreis Südliche Weinstraße Keine Raser in Mörlheimer Straße

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Die gefahrene Geschwindigkeit auf der Mörlheimer Straße in Bornheim ist „nicht außergewöhnlich“, so die Polizei in Landau in ihrer Stellungnahme zur Verkehrssituation in der Straße im Neubaugebiet. Ortsbürgermeister Karl Keilen (CDU) gab dies am Montagabend dem Gemeinderat zur Kenntnis.

Wie berichtet, haben sich Benjamin Kirchner und seine Frau Sabrina, die seit zwei Jahren in der Mörlheimer Straße wohnen, darüber beschwert, dass – obwohl Tempo 30 angeordnet ist – viele Autos mit zu hoher Geschwindigkeit an ihrem Haus vorbei rasen. Diese Auffassung widerlegt die Polizei. Danach wurden bei einer Geschwindigkeitskontrolle im September im Berufsverkehr zwischen 7.30 Uhr und 9 Uhr sieben Verkehrsteilnehmer beanstandet. Dabei sei es zu keiner einzigen Anzeige gekommen. Rekord waren 47 Stundenkilometer, so die Polizei. Von den sieben beanstandeten Autofahrern sind vier Bornheimer Bürger. Die vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeiten in der Mörlheimer Straße seien dem Umstand geschuldet, dass es sich um eine sehr enge Straße handele, die im Begegnungsverkehr keine höheren Geschwindigkeiten zulasse. Von daher sollte – so die Polizei – an der aktuellen Straßensituation nichts geändert werden. Abgelehnt werden von der Polizei die ins Spiel gebrachten wechselseitigen Parkboxen, die an diesen Stellen die Fahrbahn auf 2,50 Meter verengen würden. Sie würden das Geschwindigkeitsniveau nicht nachhaltig verbessern, sondern für zusätzliche Gefahren sorgen, da im Begegnungsverkehr die Autofahrer dann auch auf den westlichen Gehweg mit Flachborden ausweichen müssten. Die Polizei schlägt vor, die teilweise unbefestigten Bankette auf der Ostseite mit durchgehenden Rasenkantensteinen zu versehen. Im Zuge des Teilausbaus der Waldstraße wird die Fahrbahndecke in der Kreuzung Viehweide/Waldstraße saniert. Dafür hat sich der Gemeinderat einstimmig entschieden und unter den verschiedenen Varianten auf eine Sanierung des kompletten Kreuzungsbereichs festgelegt. Die Kosten belaufen sich auf knapp 23.400 Euro. Übereinstimmung gab es im Rat auch bei der Beurteilung der Stellplatzfrage bei der Nutzungsänderung für die ehemalige Bankfiliale in ein Café. Nach der neuen Satzung der Gemeinde über den Stellplatzbedarf wären neun Stellplätze notwendig. Bei der Einreichung des Bauantrages waren nach der alten Satzung nur sechs Stellplätze nachzuweisen. Der Rat war damit einverstanden, dass in dem Fall die alte Satzung gilt und nur sechs Stellplätze nachzuweisen sind, drei davon über die Möglichkeit der Ablösung.

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