Kreis Südliche Weinstraße Immer auf Achse

Nach seiner Neujahrsansprache im Dorfgemeinschaftshaus zeichnete Ortsbürgermeister Karl Keilen (parteilos) nach einem Ausflug in die Weltpolitik Edmund Richter als einen Mann aus, der sich zigfach in der Gemeinde engagiere.
Das gute Miteinander in Bornheim zu erhalten und auszubauen, das sei ganz wichtig auch im neuen Jahr. Basis hierfür sei das stark ausgeprägte Ehrenamt, so Keilen. Stellvertretend für viele in Bornheim wurde Edmund Richter geehrt, der mit seiner Familie im Jahr 2003 aus Wuppertal kam, wo er viele Jahre in einer Führungsposition eines Chemiekonzerns tätig war. Der „Zugezogene“, so Keilen, wurde schnell Bestandteil der Bornheimer Dorfgemeinschaft. Sein Engagement reicht vom Deutschkurs für Asylbewerber und Flüchtlinge über kostenlose Hausaufgabenhilfe in Bornheim und Dammheim bis zum Vorsitz im Diakonieverein. Er ist Mitgestalter des Seniorentreffs als Pressewart, aktives Vorstandsmitglied im Vogelschutzverein und bei der Aktion Pfalzstorch sowie dem Naturschutz verbunden. Sein Markenzeichen sei soziales Engagement. Als Dank und Anerkennung für seine Verdienste überreichte der Ortsbürgermeister eine von dem Neustadter Künstler Gernot Rumpf geschaffene Saubrunnen-Plastik mit dem eingravierten Text „Für besondere Verdienste für die Gemeinde Bornheim“. In seinem Jahresrückblick ging Keilen auch auf das Ableben zweier namhafter Bürger ein. Im Mai musste Bornheim von seinem langjährigen Ortsbürgermeister und Ehrenbürger Dieter Hörner Abschied nehmen. Im August verstarb der langjährige Hornbach-Vorstandsvorsitzende Otmar Hornbach. Als kommunalpolitischen Schwerpunkt für 2015 nannte Karl Keilen (parteilos) ein Gesamtkonzept für ein familien-, kinder-, Jugend- und seniorengerechtes Bornheim, den Ausbau der Schulkindbetreuung, barrierefreie Wohnungen, ein Tagesaufenthalt für Senioren, Jugendtreff und die Sicherung einer örtlichen Versorgung mit Gütern des täglichen Lebens. Dies alles kann allerdings immer nur mit Rücksicht auf die finanzielle Lage der Gemeinde realisiert werden. Bornheim werde wegen seiner hohen Gewerbesteuereinnahmen als reiche Gemeinde wahrgenommen, sagte Keilen. Bornheim sei zwar schuldenfrei, jedoch hätten seit vielen Jahren die Abschreibungen nicht finanziert werden können. Das liege an den stetig steigenden Umlagezahlungen, an den Landkreis SÜW und die Verbandsgemeinde Offenbach. Im Jahr 2009 seien der Gemeinde 30 Prozent der Steuereinnahmen verblieben, in 2011 nur noch elf Prozent. Für die Gemeinde heiße es, 2015 die Ausgaben auf den Erhalt der vorhandenen Infrastruktur auszurichten. Wie in jedem Jahr so unterstützt der Freundeskreis „Die Wachthäusler“ auch diesmal eine soziale Einrichtung. Die Vorsitzende Karin Hechler überraschte die Handballjugend des Sportvereins mit einer Spende in Höhe von 200 Euro. Die Weinprinzessin der Verbandsgemeinde Offenbach, Jessica Dietrich (Hochstadt), übermittelte die Grüße der Bauern- und Winzerschaft. Das Programm rundete der Kinderchor „Engelsstimmen“ ab. (tr)