Kreis Südliche Weinstraße Gemeinde unterstützt SV Blau-Weiß 1927

Undichte, tropfende und uralte Leitungen, Wasserschäden durch undichte Stellen und eine mittlerweile museumsreife Heizung. Das Sportheim in Vorderweidenthal, das für viele Veranstaltungen genutzt wird, ist nach einem halben Jahrhundert in die Jahre gekommen, es muss saniert werden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschäftigten sich die Ratsmitglieder mit einem Zuschuss für den Sportverein in Höhe von 3000 Euro, die Gesamtkosten der Sanierung sind mit gut 30.000 Euro veranschlagt.
Als Vorsitzender des rund 240 Mitglieder starken Sportvereins Blau-Weiß 1927 nahm Ortsbürgermeister Volker Christmann an der Beratung und Abstimmung nicht teil. In einer Sitzungsunterbrechung informierte er darüber, dass ein Zuschussantrag des Sportvereins beim Sportbund positiv beschieden worden sei. Die Zuschusshöhe beträgt 35 Prozent, also 10.500 Euro. Christmann erläuterte die Dringlichkeit der Arbeiten. Die Heizung müsse dringend ersetzt, die alten verzinkten Wasserleitungen ausgetauscht, die Duschräume entkernt und künftig mit einem Entlüftungssystem ausgestattet werden. „Vieles soll in Eigenleistung gemacht werden, wir wollen nach der Kerwe in diesem Jahr anfangen“, erläuterte Christmann. Die Anlage für Urnengräber auf dem gemeindeeignen Friedhof nimmt weiter Gestalt an. Nach bereits stattgefundenen Arbeitseinsätzen beschloss der Rat, einen Weg anzulegen. Die 1,20 Meter breite und knapp 30 Meter lange fußläufige Verbindung vom Friedhof zum daneben liegenden Ehrenfriedhof soll auch gepflastert und umrandet werden. Ausschlaggebend dafür, dass der Weg mit einer Pflasterung versehen wird, war auch die für Menschen mit Behinderungen bessere Begehbarkeit. Insgesamt werden nach der Umgestaltung, die in Eigenleistung erfolgt, rund 270 Urnengräber zur Verfügung stehen. „Damit ist der Bedarf auf sehr viele Jahre hinaus gedeckt“, versicherte Christmann. Gesammelt wurden in der Ratssitzung Wünsche, deren Realisierung unter Umständen in den Haushalt 2016/2017 einfließen soll. Genannt wurden die Erneuerung der Heizung im Dorfgemeinschaftshaus, in dem auch die Kita untergebracht ist, ein neuer Zaun am Friedhof, ein Regenrückhaltebecken, ein Jugendraum und die Gestaltung der Dorfeingänge. Ratsmitglied Lothar Wagner schlug vor, die Bevölkerung an der Entscheidung für künftige Projekte zu beteiligen. Mit Kosten von knapp 2200 Euro war der Rat einstimmig dafür, für den zurzeit im Bau befindlichen Mehrgenerationenplatz eine Wellenrutsche anzuschaffen, die in diesem Jahr noch installiert werden soll. Der Ortsbürgermeister informierte über eine tschetschenische Familie mit zwei kleinen Kindern, die in Vorderweidenthal untergebracht ist. „Wir haben mit einer Dolmetscherin aus dem Dorf Kontakt aufgenommen, die Familie spricht nur Russisch“, informierte Christmann. Ein Kind der Familie werde in Kürze die Kita besuchen, die Gemeinde werde den Kontakt halten, so Christmann. (pfn)