Kreis Südliche Weinstraße
Göcklingen: Etliche Projekte durch Dorfmoderation angeschoben

Zur Auftaktveranstaltung der Dorfmoderation in Göcklingen waren vor einem Jahr 100 Besucher gekommen. Die Abschlussveranstaltung am Donnerstag lockte nur noch 40 Gäste an. Enttäuscht war Martin Tielmann vom Planungsbüro Kobra aus Landau trotzdem nicht.
Denn in den drei gebildeten Arbeitskreisen „Zukunft im Dorf“, „Verbesserung der Verkehrssituation“ und „Dorfbild“ hatten sich im Verlauf des Jahres 160 Personen der 952-Seelen-Gemeinde eingebracht. In über 20 Sitzungen, Ortsbegehungen und Rundgängen hatten sie sich Gedanken dazu gemacht, wie sie ihren Ort fit für die Zukunft machen können.
Mit Kindern, Jugendlichen, Senioren, Gewerbetreibenden und Winzern waren verschiedene Personengruppen in die Dorfmoderation eingebunden. Einige der eingebrachten Wünsche konnten inzwischen schon umgesetzt werden. Beispielsweise wurde ein öffentlicher Bücherschrank in einer ausgedienten Telefonzelle eingerichtet. Es gab einen Vortrag über Patientenverfügung und Betreuungsvorsorge sowie einen Erste-Hilfe-Kurs für Senioren. Zudem wurde ein Spielenachmittag für alle Generationen angeboten. Bei Bedarf werden die Veranstaltungen wiederholt.
Gemeinde plant Wanderweg „Göcklingen 360°“
Im Laurentiusgarten soll für Festlichkeiten ein Wasser- und Stromanschluss installiert werden. Ein Plattenweg für Rollatorfahrer und Kinderwagen zur barrierefreien Überwindung des „Kirchenstäffelchens“ soll gebaut werden. In Planung ist ein Wanderweg im Zuge der Aktion „Göcklingen 360°“ rund um Göcklingen mit Aussichtspunkten und drei Stellplätzen für Campingfahrzeuge an der Kaiserberghalle. Die Winzer bringen sich mit einer „Afterwork-Party“ am 18. Juli an der Pfälzerwald-Hütte ein.
Die Radweglücke zwischen dem östlichen Ortsausgang und der Winzergenossenschaft nimmt planerisch und finanziell den größten Raum in Anspruch. Der schadhafte Radweg nach Heuchelheim soll ebenfalls in Angriff genommen werden. Innerorts sind an verschiedenen Stellen Bordsteinabsenkungen vorgesehen. Im Ortszentrum sind ein Tempo-30-Limit und eine Fahrradspur geplant. Außerdem hat sich die Gemeinde an verschiedenen Grundstücken ein Vorkaufsrecht gesichert, um im Bedarfsfall den „Fuß im Türspalt“ zu haben. Um das Dorfbild zu verbessern, sollen die Ortseingänge mit Pflanzen oder Sandsteinen neu gestaltet werden. Die gute Betreuung der Kinder im Jugendtreff trägt Früchte, jedoch lässt sich die gewünschte „Schokoladenfabrik“ nicht verwirklichen. Als Ersatz planen die Betreuer im Laufe des Jahres einen „süßen Abend“. Nun gilt es, den in die Jahre gekommenen Dorferneuerungsplan zu überarbeiten.