Kreis Südliche Weinstraße Friedhof: Rat will Gebühren neu festsetzen

«Niederotterbach.» Zunehmend werden Grabstätten, deren Ruhezeiten – meist nach 30 Jahren – abgelaufen sind, nicht mehr geräumt, weil der Wohnsitz von Angehörigen nicht ermittelt werden kann. Die Kosten muss dann die Gemeinde tragen. Der Gemeinderat Niederotterbach hat sich mit dem Problem beschäftigt.
„Es gibt zunehmend mehr Gräber, um die sich niemand kümmert, und es ist auch kein Ansprechpartner zu finden“, fasst Ortsbürgermeister Rudi Schwöbel (CDU) im Gespräch mit der RHEINPFALZ zusammen. Auf dem Friedhof der kleinen Gemeinde seien es derzeit vier Gräber. Damit die Kosten nicht bei der Gemeinde hängen bleiben, will der Rat die Friedhofs- und Gebührensatzung ändern. Beschlossen wurde noch nichts, angedacht ist ein Betrag von 400 Euro, der dann fällig werden soll, wenn nach der Bestattung ein Antrag beim Friedhofsamt gestellt wird, auf der Grabstätte ein Grabmal zu errichten. Für das „Mitfahrerbänkl“, das derzeit auf Anregung von Seniorenreferent Rainer Brunck aus Bad Bergzabern in allen Gemeinden der Verbandsgemeinde diskutiert wird, hat Niederotterbach keinen Bedarf, stellte der Gemeinderat fest. Das Prinzip: In jeder Gemeinde steht eine Bank, an der erkennbar ist, wohin derjenige, der darauf Platz nimmt, mitgenommen werden möchte. „Wir haben eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr“, so Schwöbel. Der Rat beschloss einstimmig, an der Aktion nicht teilzunehmen. Der Rat beauftragte die Firma Guido Sprenger in Bad Bergzabern, ein Baumkataster zu erstellen und die rund 20 Bäume im Ort zu kontrollieren. Für knapp 5000 Euro wird ein Rutschenturm für den örtlichen Spielplatz gekauft. Im Haushalt 2018 sind insgesamt 6000 Euro für dessen Sanierung und neue Spielgeräte eingestellt.