Bad Bergzabern / Steinfeld RHEINPFALZ Plus Artikel Freibadsanierung in Steinfeld steht 2023 auf dem Plan

Im Steinfelder Freibad ist nicht nur das Dach undicht. Noch ist unklar, wie viel Geld für Sanierung und Modernisierung ausgegebe
Im Steinfelder Freibad ist nicht nur das Dach undicht. Noch ist unklar, wie viel Geld für Sanierung und Modernisierung ausgegeben werden muss.

Das Freibad in Steinfeld muss saniert werden. Dringend. Ein Grundsatzbeschluss für den Erhalt des Bades wurde schon vor Jahren gefasst. Passiert ist seither wenig. Dieses Versäumnis hätte nun beinahe die planmäßige Verabschiedung des Verbandsgemeindeetats 2022 verhindert.

15.000 Euro will die Verbandsgemeinde Bad Bergzabern im nächsten Jahr in das Schwimmbad im Viehstrich stecken. „Laufender Unterhalt“ – so steht es im Entwurf des Etat für 2022, über den der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag ausführlich beriet. Passenderweise tagte das Gremium in der Steinfelder Wiesentalhalle, die ja nur einen Steinwurf vom Freibad entfernt ist. Denn das Freibad wurde Gegenstand einer schon teilweise bizarren Diskussion.

15.000 Euro seien ziemlich wenig, kritisierte Matthias Ackermann. Seine CDU-Fraktion stelle den Antrag, 150.000 Euro für die Sanierung des besonders bei Familien beliebten Bades im Haushalt einzuplanen. Was mit dem Geld denn gemacht werde solle, wollte Bürgermeister Hermann Bohrer (SPD) wissen. Die Frage konnte Ackermann nicht beantworten. Aber: „Es geht doch einfach darum, dass wir mal anfangen“, sagte der Christdemokrat. Im Frühjahr 2018 gab es eine gemeinsame Sitzung von Haupt- und Bauausschuss , in der man sich vor Ort über den Zustand des Bades informierte. Danach fällte der VG-Rat einen Grundsatzbeschluss zum Erhalt der Einrichtung. „Und seither ist nichts mehr passiert“, kritisierte Ackermann.

Gutachten soll bis zum Jahresende vorliegen

Den Vorwurf wollte Bohrer so nicht stehen lassen. Es habe schon einige Untersuchungen von Experten gegeben. „Bis Jahresende wird ein Gutachten vorliegen“, kündigte Bohrer. Bei dem Vor-Ort-Termin sei es um das über 600 Quadratmeter große Flachdach über dem Eingangsbereich und den Umkleidekabinen gegangen, das undicht sei, rief der erste Beigeordnete Martin Engelhard in Erinnerung. „Wir wissen aber, dass das nicht alles ist. Um das Bad attraktiver und zukunftsfähig zu machen, müssen wir viel mehr tun. Wir brauchen aber erst das Gutachten, damit wir wissen, was alles gemacht werden muss“, sagte Engelhard. Dann wisse man auch, wie viel Geld man investieren müsse. „Und dann können wir planen“, so Engelhard weiter.

Ackermann war davon zunächst nicht zu überzeugen. Er beharrte auf den 150.000 Euro. „So einen Antrag sollte man Mitte des Jahres stellen, dann kann sich die Finanzabteilung damit beschäftigen, und nicht erst dann, wenn der Haushalt bereits ausgearbeitet ist“, sagte Bohrer. Sollte der CDU-Antrag angenommen werden, müsste der komplette Haushalt überarbeitet werde, eine Verabschiedung bei der VG-Ratssitzung am 14. Dezember falle dann flach. „Dann verabschieden wir den Etat im Februar, das bedeutet dann, dass die Stadt Bad Bergzabern ihren Haushalt erst Mitte nächsten Jahres beraten kann“, gab Bohrer zu bedenken.

Nach gut 45-minütiger Diskussion, die Heinz Oerther (FWG) zu der Frage veranlasste, ob man hier im Kindergarten sei, ließ sich Ackermann auf einen Kompromiss ein. In das Protokoll der Sitzung wird aufgenommen, dass man sich im nächsten Jahr, wenn das Gutachten vorliegt, über konkrete Zahlen unterhalte. 2023 soll dann nach Möglichkeit mit der Freibadsanierung begonnen werden.

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