Kreis Südliche Weinstraße Finanzen: Alles im Lot im Storchendorf

BORNHEIM. Der Bornheimer Haushalt 2015 entwickelt sich planmäßig. Zu diesem Ergebnis kommt die Finanzabteilung der VG Offenbach, die am Mittwoch im Gemeinderat einen Zwischenbericht vorstellte; Stichtag ist der 28. September.
Die Erträge konnten mit 91 Prozent realisiert werden. Auch die Aufwendungen liegen mit knapp 74 Prozent im Rahmen des Planungsansatzes. Allerdings sei zu beachten, dass es aufgrund der fehlenden Jahresabschlussbuchungen im Bereich der Abschreibungen bei der Auflösung der Sonderposten sowie den Zuführungen in die Rückstellungen noch Veränderungen im Ergebnis geben wird. Gleichwohl: Laut Plan war von einem Minus von 647.000 Euro ausgegangen worden. Aktuell allerdings weist das Gemeindesäckel einen Überschuss 239.000 Euro aus. Nicht so optimistisch blickt dagegen Ortsbürgermeister Karl Keilen (CDU) in die Zukunft. Wenn man bedenke, so Keilen weiter, dass von den derzeitigen Gesamteinnahmen von 3,8 Millionen Euro gerade einmal 150.000 Euro in der Gemeinde verbleiben (VG-Umlage 1,2 Millionen, Kreisumlage 1,6 Millionen Euro), könne man „mit Sicherheit nicht von dem reichen Bornheim“ sprechen. Kommt dann noch der Bau des neuen Rathauses in Offenbach mit Kosten von 5,8 Millionen Euro hinzu, an dem sich die Ortsgemeinde beteiligen müsse, werde der Aktionsradius der Ortsgemeinde noch enger, weil mit einer Anhebung der VG-Umlage zu rechnen sei. Der Rat beschloss, die Steuerhebesätze für 2016 unverändert zu lassen. So beträgt die Grundsteuer A 300 Punkte, die Grundsteuer B 365 und die Gewerbesteuer 375 Punkte. (tr)