Bad Bergzabern
FDP schickt Heiko Drieß ins Rennen um Bürgermeisteramt
Das Votum der Mitgliederversammlung der FDP, deren zweiter Vorsitzender Heiko Drieß seit 2017 ist, war einstimmig. Der 38-Jährige ist in Böllenborn aufgewachsen und lebt seit 2011 in Birkenhördt. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern, neun und sechs Jahre alt. Nach seiner Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann hat er berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre studiert. Seit 2012 arbeitet er als internationaler Einkäufer für ein großes Unternehmen in der Region.
„Ich will etwas verändern in der Verwaltung, und ich komme durch meinen Beruf in der Wirtschaft mit einer anderen Sicht der Dinge“, sagt Drieß zu seiner Motivation. Für ihn seien die Bürger auch Kunden, und „der Kunde ist König“. Daher sehe er die Effizienz der Verwaltung als Pflichtaufgabe Nummer eins. Für alle Bürger in den 20 Ortsgemeinden und in der Stadt. „Die Verwaltung muss für die Bürger durchgängig erreichbar sein, von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr auf jeden Fall“, hat sich der Kandidat vorgenommen, sollte er gewählt werden. Auch eine Verlängerung bis in die Abendstunden käme für ihn in Betracht. „Gerade die Abteilungen mit den Bürgerdiensten müssen zu Zeiten erreichbar sein, an denen die Menschen auch Zeit haben“, findet Drieß.
Ticketsystem im Rebmeerbad ändern
Aus eigener Erfahrung sieht er auch das digitale Zutrittssystem für das Rebmeerbad in der Kurstadt kritisch. „Ich bin digital berufsbedingt fit, aber man kann den Kindern nicht mehr ein paar Euro in die Hand drücken, damit sie nach der Schule ins Schwimmbad können“, ist seine Einschätzung. Die Menschen seien wegen des Aufwands überfordert, andere weil sie gar keinen Zugang zu digitalen Medien hätten. Sein Ziel als Bürgermeister wäre es, zum digitalen System noch eine analoge Möglichkeit zu schaffen, so Drieß.
Als dritten Schwerpunkt nennt er die freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde. „Sie liegen mir stark am Herzen. Ich war selbst mehr als zehn Jahre aktives Mitglied in Bad Bergzabern und Böllenborn“, so Drieß. Er möchte eine „Super-Ausrüstung“ auf dem neuen Stand der Technik, auch um mit dem Nachwuchs zu arbeiten. „Die Feuerwehren haben eine extrem hohe Verantwortung in den Gemeinden, nicht nur bei der Brandbekämpfung“, so Drieß. Den sozialen Aspekt des Zusammenhaltes, der Gemeinschaft und der Feuerwehrfeste dürfe man nicht unterschätzen.
Alle Orte besuchen in ersten Wochen
Sollte er gewählt werden, hat sich Drieß vorgenommen, in den ersten Wochen seiner Amtszeit alle Ortsbürgermeister und Räte zu besuchen, um mit ihnen zu erarbeiten, welche Schwerpunkte und Probleme es in den einzelnen Gemeinde gibt. „Ich will eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit mit einer starken Verwaltung“, so Drieß.
Kandidat der CDU ist Matthias Neufeld, Ortsbürgermeister von Steinfeld, der SPD Kathrin Flory, Ortsbürgermeisterin in Klingenmünster, der FWG Stadtbürgermeister Hermann Augspurger und der Grünen Martin Blankemeyer. Die Wahl ist am 16. Oktober.