Kreis Südliche Weinstraße Eskimos tanzen mit Eisbären

Obwohl Göcklingen nicht als närrische „Hochburg“ bezeichnet werden kann, hat die „Urmutter“ aller Fasnachtszüge, der Mainzer Rosenmontagszug, auf die schmucke Weinbaugemeinde abgefärbt. Wahrscheinlich bedingt durch die jahrzehntelange Teilnahme der Göcklinger Musikkapelle an dem Mainzer Lindwurm.
Ursprünglich vor zirka 20 Jahren vom einheimischen Sportverein als Organisator ins Leben gerufen, ist heute der Jugendtreff einer der Hauptakteure des kleinen, aber feinen Umzugs, der gestern Mittag vor 200 Leuten durch Göcklingen zog. Dem Ideenreichtum schienen keine Grenzen gesetzt zu sein. So nahm der Jugendtreff den Klimawandel aufs Korn, in dem es einen Trockenskikurs für vier Personen auf einem Skipaar anbot. Der Hausbräu-Stammtisch war vom Gegenteil überzeugt und ließ sowohl die Eskimos als auch die Eisbären tanzen. Die Kleinsten des Jugendtreffs durften auf einem weiteren Wagen Platz nehmen und ihre Füße schonen. Die Musikkapelle Göcklingen hingegen war wie gewohnt auf „Schusters Rappen“ unterwegs und schmetterte das allseits bekannte „Humba tätärä“ und „Rucki Zucki“, zu dem die – allerdings spärlich erschienenen – Zuschauer dennoch kräftig mitsangen. Im und auch am Sportheim allerdings, wo sich der Zug auflöste, wurde noch bis in den Abend hinein weiter gefeiert. (pkl)