Kreis Südliche Weinstraße Energieverbrauch auf dem Prüfstand

Die Solaranlage auf der Sporthalle der Klingbachschule in Billigheim-Ingenheim hat seit 2012 über zwei Millionen Kilowattstunden
Die Solaranlage auf der Sporthalle der Klingbachschule in Billigheim-Ingenheim hat seit 2012 über zwei Millionen Kilowattstunden erbracht. Die Einspeisevergütung lag bei knapp 960 000 Euro.

Sebastian Bauer-Bahrdt ist der erste Klimaschutzbeauftragte im Landkreis. Er soll in den nächsten drei Jahren dafür sorgen, dass das Klimaschutzkonzept der Verbandsgemeinde, das in einem Bürgerbeteiligungsprozess vom sogenannten „Akteursrat“ entwickelt wurde, mit Leben gefüllt und die darin enthaltenen Projekte umgesetzt werden. Zu seinen ersten Aufgaben zählt derzeit ein Energiemanagements für kommunale Gebäude. So legte er dem Rat einen Energiebericht zu den Feuerwehrhäusern in Billigheim-Ingenheim, Birkweiler, Impflingen, Knöringen, Siebeldingen und Walsheim sowie die Grundschulen „Kleine Kalmit“ in Ilbesheim und Siebeldingen, das Verwaltungsgebäude An 44 und schließlich auch die Daten des Asylbewerberhauses vor. Der Stromverbrauch in diesen Immobilien bewegt sich seit 2013 von 182.000 auf 163.000 Kilowattstunden im vergangenen Jahr hin. Von dem in und auf den Gebäuden der Verbandsgemeinde erzeugten Strom wurden 2013 insgesamt 160.400 Kilowatt eingespeist, 2017 waren es bereits 204.677 Kilowatt. Der Umweltfachmann, der mit seiner Familie in Birkweiler lebt, belegte mit seiner Statistik auch den Heizenergieverbrauch in den Liegenschaften, der nach 2013 im Jahr 2015 seinen niedrigsten Wert erreicht hatte. 2016 zeigte die Kurve noch einmal nach oben und 2017 wieder nach unten. Die gesamten Energieverbräuche (Heizung und Strom) haben sich von 1,9 Millionen auf 1,7 Millionen Kilowattstunden 2017 reduziert. Deutlich nach unten zeigt die Kurve beim Energieverbrauch der Ilbesheimer Grundschule. Weitere Themen von Bauer-Bahrdt waren die Erträge und Finanzierung der Solaranlage auf dem Dach der Sporthalle der Klingbachschule in Billigheim-Ingenheim. Und: 2011 wurden noch 1,1 Millionen Kilowattstunden für die Straßenbeleuchtung der Dörfer in der Verbandsgemeinde Landau-Land benötigt, 2017 war die 300.000-Kilowattstunden-Marke in Reichweite. Den Stromverbrauch in der gesamten Verbandsgemeinde gab der Klimaschutzmanager mit fast 45 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2008 an. Bis 2017 hat sich diese Zahl auf unter 39 Millionen Kilowattstunden vermindert. „Man habe schon einiges erreicht“, sagte Bauer-Bahrdt, der sich derzeit auch um die Umweltbildung in den Schulen und den Kitas kümmert. Er fühlt sich als Ansprechpartner in allen Klimaschutz-Fragen.

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