Kapellen-Drusweiler Eheleute Fried feiern Eiserne Hochzeit

Das Ehepaar Lilli und Adolf Fried feiert die Eiserne Hochzeit nur im Familienkreis, aber dem Anlass entsprechend gebührlich.
Das Ehepaar Lilli und Adolf Fried feiert die Eiserne Hochzeit nur im Familienkreis, aber dem Anlass entsprechend gebührlich.

Lilli und Adolf Fried aus Kapellen-Drusweiler blicken am Mittwoch auf 65 Ehejahre zurück, welche manchmal schwer, manchmal leicht waren, die sie aber immer zusammen erlebten.

Kennengelernt haben sich Lilli und Adolf Fried in Kapellen. Die evangelische Jugend traf sich dort nach den Konfirmationsstunden oft zum Plausch. Ein Schulfreund brachte Adolf dazu, bei der Gruppe dabei zu sein. Sie ging öfter tanzen, danach war der eine oder andere Weinkeller der Eltern Treffpunkt der Freunde.

Mit etwa 17 Jahren war Lilli und Adolf Fried klar, dass sie zusammenbleiben möchten. Erst recht, als er sie an einem Tanzabend nach Hause begleitete. Und sich formvollendet an der Haustür verabschiedete. Geheiratet wurde zwei Wochen nach Adolfs 21. Geburtstag in Kapellen. Damals war es noch üblich, Standesamt und kirchliche Trauung am selben Tag abzuhalten. Gefeiert wurde im Elternhaus der Braut. Das Paar bezog zunächst eine Wohnung in Kapellen. 1967 fingen sie mit dem Bau ihres Hauses in der Ostpreußenstraße an, in das sie dann ein Jahr später mit den Kindern Heike und Jürgen einzogen.

Er Buchhalter, Sie Haushaltshilfe und Hausfrau

Adolf Fried stammt aus Schweigen. Er half auf dem landwirtschaftlichen Hof seines Vaters mit, bis der Betrieb des Hofes nicht mehr rentabel war. Danach wechselte er in den damaligen Lebensmittelgroßhandel Spinner nach Landau, wo er als Lagerist sein Geld verdiente. Später arbeitete er bei der Bundeswehr in der Standortverwaltung als Buchhalter im Verpflegungswesen. Dort blieb er bis zur Rente. Nebenbei betätigte er sich als Winzer.

Lilli wollte nach der Schule Schneiderin werden. Allerdings gab es keinen Ausbildungsplatz für sie. Auch ihr zweiter Wunsch, eine Ausbildung als Krankenschwester, erfüllte sich nicht. Als Haushaltshilfe in verschiedene Familien verdiente sie zuerst ihr Geld. Später arbeitete sie in einer Strumpffabrik in Bad Bergzabern und in Busenberg. Danach vergrößerte sich die Familie mit Sohn und Tochter, sodass Lilli Fried sich um die Kinder sowie den Haushalt kümmerte. Als die Kinder aus dem Haus waren, arbeitete sie noch bis zur Rente als Küchenhilfe in der Kaserne in Bad Bergzabern.

Angehörige kommen aus dem Ausland angereist

Adolf Frieds größtes Hobby war das Laufen. Er nahm an mehreren Marathon- und Langstreckenläufen teil. In den 1960er-Jahren war er Mannschafts-Pfalzmeister im Marathon. Bis in die 90er-Jahre lief er bei fast allen Volksläufen in der Region mit. Nach zwei Hüft-OPs hängte er die Laufschuhe an den Nagel. Seine Frau Lilli ist bei den Landfrauen aktiv. Zudem sind Kreuzworträtsel ihre Leidenschaft.

Ehemann Adolf macht das Frühstück, und zwar jeden Morgen. Und freitags bereitet er das Mittagessen zu. „Suppe oder Schinkennudeln mache ich sehr gerne“, verrät der 86-Jährige verschmitzt. Jetzt freuen sie sich auf den Besuch der Enkel und Urenkel. Diese kommen aus Bayern und Österreich angereist und bleiben ein paar Tage in der Südpfalz.

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