Vorderweidenthal
August-Becker-Platz soll zum Hingucker werden
Das große Dorfwappen mit Hintergrundbeleuchtung prangt bereits an der Außenfassade des Alten Schulhauses. Der neue Vorderweidenthaler Treffpunkt hat jetzt auch einen Namen. „Bürgerhaus Alte Schule“ soll er heißen, hat der Gemeinderat beschlossen. „Eigentlich sind es jetzt nur noch Kleinigkeiten, die sich aber summieren“, zieht Ortsbürgermeister Christmann die Bilanz des Ausbaus. Der Innenausbau mit einem Ratszimmer, einem Zimmer für den Ortsbürgermeister und einer Teeküche ist fertig. Der Saal für bis zu 120 Bürger ebenso, inklusive Profiküche und Thekenbereich aus Naturholz. 1,2 Millionen Euro kostet der Umbau des Hauses, das bis auf die Grundmauern entkernt worden war und um einen Anbau von 170 Quadratmetern erweitert wurde. Ein Fahrstuhl macht das Gebäude barrierefrei.
Jüngst hat der Gemeinderat die Planung des rund 750 Quadratmeter großen Außengeländes, des August-Becker-Platzes, beschlossen. Das Büro Hausgemacht aus Landau ist dafür verantwortlich. „Baubeginn soll im zweiten Halbjahr sein“, kündigt Christmann an. 340.000 Euro soll die Neugestaltung nach einer ersten Schätzung kosten, der Zuschussantrag ist noch nicht genehmigt, der vorzeitige Baubeginn aber freigegeben. „Wir wollen auf jeden Fall eine Linde pflanzen, die auch im Dorfwappen verewigt ist“, so Christmann. Zentraler Hingucker soll ein Bachlauf quer über den Platz werden. Mit Regenwasser und einer Umwälzpumpe, die mit Solarstrom betrieben wird. Gemütliche Sitzgelegenheiten, ein Unterstand für Fahrräder unter der noch fehlenden Fluchttreppe und die Bepflanzung der Beete sind weitere Bausteine der Umgestaltung, deren Details noch geplant werden. „Wir denken auch darüber nach, einen Brotbackofen zu bauen“, sagt Christmann.
WC und Bushaltestelle barrierefrei
Zum August-Becker-Platz gehört auch eine Reihe kleinerer, aneinanderliegender Gebäude: ein kleiner Raum für den Gemeindearbeiter, eine Toilettenanlage und zwei weitere Räume. Sie werden vom Verein Prinzip Hoffnung und vom Pfälzerwald-Verein zur Lagerung von Materialien genutzt. „Hier wurde 40 Jahre nichts gemacht“, erklärt Christmann. Die Gebäude sollen gestrichen, die Toiletten saniert und behindertengerecht umgestaltet werden. Neu gestaltet wird auch die Bushaltestelle direkt am August-Becker-Platz. Sie gehört der Gemeinde. „Wenn wir irgendetwas daran ändern, muss es barrierefrei sein, das ist Vorschrift“, informiert Christmann. Die Umgestaltung werde auf jeden Fall so sein, dass gehandicapte Menschen keine Stufe mehr überwinden müssen, um in den Bus zu steigen.
Das Thema Altes Schulhaus liegt mindestens seit dem großen Wasserschaden 2007 auf dem Tisch des Gemeinderates, 2017 wurde ehrenamtlich mit den Entkernungsarbeiten begonnen. Jetzt ist der Ortsbürgermeister zuversichtlich, dass es mit der Einweihung des Hauses und des Außengeländes bis zur Kerwe im Herbst klappen könnte.