Kreis Südliche Weinstraße Auf die Hunde gekommen

Eine längere Diskussion entwickelte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung bei der Erhöhung der Hundesteuer um jeweils zwölf Euro, die bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen beschlossen wurde.
Der erste Hund kostet ab Januar 60 Euro, der zweite 84 Euro. Unverändert bleibt mit 96 Euro die Steuer für jeden weiteren Hund. Stabil auch die Sätze für „gefährliche Hunde“. Ratsmitglied Roger Dausque (FWG) reklamierte eine Liste mit den in Rohrbach registrierten Hunden. Nur so könne festgestellt werden, ob ein Hund auch tatsächlich angemeldet sei. Er musste erfahren, dass Hundesteuer unter Steuergeheimnis falle und deshalb keine Angaben möglich seien. Noch weiter ging SPD-Sprecher Rüdiger Kühner. Er frage sich als Hundefreund, welchen Sinn die Erhebung dieser Steuer heute noch habe, die bereits seit dem ausgehenden Mittelalter besteht, als lehnsrechtabhängige Bauern für ihre Hundehaltung „Hundekorn“ bezahlen mussten. Er sprach sich gegen die Erhöhung aus.