Kreis Kusel Zeitgenössisches und romantisches Programm

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Ein Australier macht’s möglich: Das „Concierto folclórico“ aus der Feder von John Carmichael schafft eine ausgewogene Verbindung zwischen Streichinstrumenten und Piano. Das Westpfälzische Symphonieorchester aus Kusel bindet den blutjungen Pianisten Leon He aus Kaiserslautern in sein Wohltätigkeitskonzert am Sonntag, 9. April, ein. Zum Wochenendausklang kann man sich in der Fritz-Wunderlich-Halle etwa zwei Stunden lang von klassischer Musik inspirieren lassen. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Das Kuseler Orchester hat es sich zur Aufgabe gemacht, Solo-Künstlern die Gelegenheit zu geben, ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen. In diesem Jahr darf Leon He, der vor dem ihm schon vertrauten Flügel Platz nimmt, sein Debüt mit dem Kuseler Streichorchester geben. „Bei unserem jährlich stattfindenden Serenadenkonzert auf Burg Lichtenberg ist eine Kombination mit dem Klavier leider nicht umzusetzen“, erklärt Thomas Germain, seit 2004 Leiter des Orchesters, im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Deshalb freut es uns umso mehr, den jungen Mann nun für dieses Konzert gewinnen zu können – und gleichzeitig auch ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren.“ Mit gerade einmal 15 Jahren kann Leon He voller Stolz auf seine Pokalvitrine blicken: Als Klaviersolist oder -begleiter gewann er bereits zahlreiche Preise bei Wettbewerben in verschiedenen deutschen Bundesländern und im Ausland. Bei „Jugend musiziert“ schaffte der Neuntklässler es vor drei Jahren bis auf die Bundesebene. Im vergangenen Jahr gewann er in Kusel den überregionalen Klavierwettbewerb der Musikschulen mit Auszeichnung. Auch aktuell übt er parallel zu den Konzertproben für verschiedene Wettbewerbe. Leon He besucht das Kaiserslauterer Albert-Schweitzer-Gymnasium. Neben dem Klavierspiel streicht er auch die Geige. Jede Woche nehme die Musik etwa 15 Stunden seiner Freizeit in Anspruch. In seiner Familie tanze er damit ein wenig aus der Reihe: „Meine Eltern sind nämlich keine Musiker“, verrät der Jungpianist. Das „Concierto folclórico“, das He spielen wird, ist eines der bekanntesten Werke des australischen Musiktherapeuten John Carmichael. Es stammt aus der Zeit, als der Komponist Leiter eines spanischen Tanzensembles war. Franz Schubert kommt im Konzert ebenfalls zu Ehren: Von ihm stammen zwei Ouvertüren im italienischen Stil; eine davon wird auch am Sonntagabend in der Fritz-Wunderlich-Halle erklingen. Zusammen mit den Bläsern wird außerdem Schuberts Hommage an Mozart interpretiert, die 5. Symphonie. Ihre Klänge sollen aber keinesfalls den melancholischen Stil von Mozarts Spätwerk imitieren, sondern vielmehr für eine lebhaft-heitere Stimmung sorgen. INFO Konzert am Sonntag, 9. April, 19.30 Uhr, Fritz-Wunderlich-Halle, Kusel. Eintritt zwölf Euro, ermäßigt acht Euro. Karten im Vorverkauf im Bürgerbüro der Kreisverwaltung, Telefon 06381 424496.

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