Hinzweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Yeah-Yeah-Festival: Sag niemals nie

Die Formation Wedge aus Berlin rockte beim bislang letzten Yeah-Yeah -Festival 2016 die Bühne in der Königslandhalle.
Die Formation Wedge aus Berlin rockte beim bislang letzten Yeah-Yeah -Festival 2016 die Bühne in der Königslandhalle.

2016 fand das bislang letzte Yeah-Yeah-Festival in Hinzweiler statt. Und es sollte auch das letzte gewesen sein. Eigentlich. Denn im Dezember soll es nun doch wieder eine Yeah-Yeah-Neuauflage in der Königslandhalle geben.

„Vielleicht wirkt es auf den ersten Blick etwas bescheuert, dass wir uns mitten in einer Pandemie dazu entschlossen haben, das Yeah-Yeah-Festival in diesem Jahr zu feiern. Aber es ist 15 Jahre her, dass wir das erste Festival veranstaltet haben und dieses kleine Jubiläum möchten wir nutzen, um nach den vielen Monaten, in denen die Menschen auf Konzerte, Partys und fröhliche Gesellschaft verzichten mussten, nun richtig auf den Putz zu hauen“ – mit diesen Worten kündigt das Veranstalter-Team um Mario Gailing das für Dezember geplante Yeah-Yeah-Festival in der Hinzweilerer Königslandhalle an.

Dabei hatte Gailing bei der zehnten und bislang letzten Ausgabe des Festivals im Jahr 2016 noch angekündigt, dass es keine weitere Veranstaltung mehr geben soll. Doch er ließ sich damals schon ein Hintertürchen offen, als er mit einem Schmunzeln anfügte: „Wer weiß, vielleicht in zehn Jahren zum 20. Jubiläum.“ Und nun wird es also doch schon früher eine weitere Ausgabe des beliebten Festivals geben – falls es die Corona-Lage zulässt.

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Bislang vier Bands

Der Entschluss, das Festival wieder zu veranstalten, sei spontan gefallen. „Wir saßen bei einem Bierchen zusammen und haben gesagt, wie gerne wir doch wieder mal zu einem Konzert gehen würden, weil wir gerne und oft zusammen bei verschiedensten Konzerten waren“, erinnert sich Gailing. „Und wenn man sich hier bei den Leuten in der Umgebung umhört, merkt man auch, dass viele es vermissen, mal wieder einen Abend bei guter Live-Musik zu verbringen.“ Deshalb habe man sich kurzerhand entschlossen, einfach selbst wieder etwas auf die Beine zu stellen.

„Wir haben das Festival erst für den 18. Dezember geplant, weil wir hoffen, dass sich die Lage bis dahin entspannt hat und viele Menschen bis dahin auch schon geimpft sein werden“, sagt Gailing. „Uns ist bewusst, dass wir die Veranstaltung wahrscheinlich unter gewissen Auflagen durchführen müssen und vielleicht auch nicht so viele Besucher reinlassen dürfen wie sonst üblich“, blickt der Organisator voraus. „Wir hoffen aber, dass die Beschränkung nicht allzu gravierend sein wird, weil wir schon eine gewisse Anzahl an zahlenden Gästen brauchen, damit wir die Kosten für die Veranstaltung auch decken können.“

Elektronisch durch die Nacht

Für die Veranstalter ergebe sich durch die Corona-Situation aber auch ein Vorteil. „Viele Bands wollen einfach wieder auf die Bühne und vor Publikum spielen. Da verzichten manche auch gerne auf ihre übliche Gage und spielen für weniger Geld.“ Bislang konnten Gailing und Co „The Hara-Kee-Rees“, „Toro Camino“ und „Filistine“ für einen Auftritt in Hinzweiler gewinnen. „Und seit dieser Woche steht fest, dass auch die Doors-Coverband ,Beyond the Doors´ aus Zweibrücken spielen wird“, ergänzt Gailing. Dabei habe man sich eigentlich geschworen, niemals eine Coverband zu buchen. „Aber wir sind alle riesige Doors-Fans und ich bewundere diese Coverband schon, seit ich sie vor 20 Jahren in der Kammgarn in Kaiserslautern gesehen habe“, begründet Gailing die Entscheidung.

Eine fünfte Band soll noch folgen. „Mehr sollen es aber nicht werden, weil das Programm sonst einfach viel zu lange wäre“, sagt der Organisator. Bis um 2 Uhr soll das Programm auf der Hauptbühne gehen. Wer aber dann noch nicht nach Hause will, kann sich noch in den „Weird Beat Club“ begeben, wo ihn elektronische Tanzmusik mit den DJs Eddi Rodriguez und Zinkes Khan vom Elektronik-Quintett „Charmant“ erwarten. „Die beiden legen regelmäßig gemeinsam auf, weil sie musikalisch komplett auf einer Wellenlänge sind und das die Leute auch spüren. Eine Zeitreise vom heutigen Minimal Trend zurück zum Frankfurter Sound aus den späten 90ern und wieder zurück in die Gegenwart“, versprechen die Veranstalter.

Info

Weitere Informationen zum Festival und den Bands gibt es im Internet unter www.facebook.com/Yeah-Yeah-Festival-135487946505117.
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