Blaubach RHEINPFALZ Plus Artikel Wohnhaus in Blaubach brennt ab

Rund 80 Feuerwehrleute kämpften unter schwierigen Bedingungen gegen die Flammen. Bis Montagmorgen waren einige Wehrleute im Eins
Rund 80 Feuerwehrleute kämpften unter schwierigen Bedingungen gegen die Flammen. Bis Montagmorgen waren einige Wehrleute im Einsatz.

Ein Einfamilienhaus ist am Sonntagabend in der Straße Im Röhrbach abgebrannt. Die einzige Bewohnerin konnte sich selbst ins Freie retten. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Das Haus ist nach dem Feuer unbewohnbar und einsturzgefährdet.

Die Feuerwehr wurde zunächst wegen eines Zimmerbrandes alarmiert, sagte Jens Werner, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, der RHEINPFALZ am Sonntagabend. Die Alarmierung der Feuerwehren Kusel, Blaubach sowie Dennweiler-Frohnbach-Oberalben sei gegen 17.40 Uhr eingegangen.

Als erstes am Unglücksort sei die Feuerwehr Blaubach gewesen. Sie habe bei der Anfahrt schon einen Gebäudevollbrand gemeldet. Daraufhin wurden weitere Wehren alarmiert, berichtete Werner am Montag. Aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurden die Wehren Reichweiler, Pfeffelbach sowie Altenglan und Glan-Münchweiler mit dem Atemschutz-Hygienekonzept und dem Gerätewagen Atemschutz zur Unterstützung nachalarmiert, ergänzte Pressewart Benjamin Martin von der Feuerwehr der Verbandsgemeinde.

Kriminalpolizei sucht nach Brandursache

Insgesamt seien rund 80 Feuerwehrleute sowie Polizei und Rettungsdienst im Einsatz gewesen. „Die letzten Wehrleute sind am Montag gegen 7 Uhr nach Hause gefahren“, schilderte Werner. Am Montagmorgen sei noch einmal die Sicherheit überprüft worden. Die Untersuchungen zur Brandursache übernehme nun die Kriminalpolizei, kündigte der Einsatzleiter an.

Das Einfamilienhaus ist nach dem Feuer einsturzgefährdet. Zur Brandursache wird jetzt ermittelt.
Das Einfamilienhaus ist nach dem Feuer einsturzgefährdet. Zur Brandursache wird jetzt ermittelt.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, sei noch unklar, berichtete Werner. Die Bewohnerin habe sich zu den Nachbarn flüchten können. Aus der Nachbarschaft sei dann die Feuerwehr alarmiert worden. Vorsorglich sei die Bewohnerin mit Verdacht auf Einatmung von Rauchgas durch den Rettungsdienst behandelt und ins Krankenhaus gebracht worden.

Viel Holz im alten Haus erschwert Löscharbeiten

Laut Werner ist es gelungen, die Flammen auf das Objekt zu begrenzen. Das Haus sei nun unbewohnbar. Ein Nebengebäude sei in Teilen in Mitleidenschaft gezogen worden. Nachbarhäuser wurden nicht beschädigt. „Die Löscharbeiten des älteren Gebäudes gestalteten sich aufgrund des hohen Anteils an Holzkonstruktionen schwierig“, so Pressewart Martin. Schwierig sei für die Einsatzfahrzeuge die Zugänglichkeit der Seitenstraße gewesen, erklärte Werner. Der Röhrbach ist eine ansteigende, nicht gerade breite Dorfstraße. Daher waren im gesamten Dorfzentrum und in Hofeinfahrten Einsatzfahrzeuge abgestellt worden.

Die enge Straße erschwerte die Löscharbeiten.
Die enge Straße erschwerte die Löscharbeiten.

Gut geklappt hat laut Werner die Wasserversorgung. Am Montag lagen noch Reste des weißen Löschschaums rund um das Haus. Auch die Drehleiter habe eingesetzt werden können. „Wir hatten auch genügend Kräfte mit Atemschutzgeräten“, schilderte der Einsatzleiter. Diese konnten allerdings nicht sofort ins Gebäude, da brennende Holzbalken herabfielen. Zudem hätten sich die Strohdecken des älteren Hauses mit Wasser gefüllt.

Mehrere Stunden lang Stromausfall

Das Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Schadenshöhe sei schwer kalkulierbar, so Werner. Schätzungen gehen von rund 250.000 Euro aus. Nachbarn äußerten sich gegenüber der RHEINPFALZ geschockt.

Wegen des Brands wurde der Strom Im Röhrbach abgestellt. Betroffen waren auch mehrere Haushalte entlang des Matzenbergs. Gegen 2.30 Uhr wurde die Stromversorgung wieder hochgefahren. Dazu musste zuvor die durch das Feuer beschädigte Freileitung durch die Pfalzwerke ersetzt werden.

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