Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Was Bürger ärgert: Telekom-Anschluss funktioniert seit Monaten nicht

Seit Anfang der Woche wird in der Straße Ringmauer gearbeitet, um die Störung zu beheben.
Seit Anfang der Woche wird in der Straße Ringmauer gearbeitet, um die Störung zu beheben.

Susanne Hautz ärgert sich über die Telekom. Immer wieder fällt der Anschluss im Haus ihrer Eltern aus. Die jüngste Störung trat im September auf und wurde über Monate hinweg nicht behoben. Zum Grund der Verzögerung macht das Unternehmen keine Angaben. Zumindest einen Lichtblick gibt es.

Susanne Hautz lebt in Schifferstadt, ihre Eltern in Lauterecken in der Straße Baumschule. Um täglich nachzufragen, wie es ihren Eltern geht, greift Hautz zum Telefonhörer. Doch da gibt es ein Problem: „Immer wieder fällt im Haus meiner Eltern der Telefonanschluss aus“, sagt sie und beginnt eine Geschichte, die im Mai vergangenen Jahres ihren Ursprung nahm.

Damals, sagt sie, sei ihrer Familie erstmals aufgefallen, dass der Anschluss nicht funktioniert. Nachdem sie die Störung gemeldet habe, sei der Schaden nach zwei Wochen behoben worden (die Telekom versichert, das sei nach fünf Tagen gewesen). „Damals sagte man uns, das Kabel sei abgesoffen“, sagt Hautz, die betont, dass sie und ihre Eltern weiterhin tageweise Einschränkungen beobachtet hätten. Im September trat erneut eine Störung auf. Diese ist noch immer nicht behoben – seit nunmehr fünf Monaten. „Mal konnten meine Eltern nicht rausrufen, ein anderes Mal kam mein Telefonat nicht durch, wiederum ein anderes Mal funktionierte gar nichts mehr“, betont Hautz.

Versprechen nicht eingehalten

All ihre Bemühungen seien bisher im Sande verlaufen, schildert Hautz verärgert. Die Telekom habe sie wiederholt vertröstet, immerhin für einige Monate der Störung eine Gutschrift veranlasst. „Das ändert aber nichts an der Situation. Wir möchten keine Versprechungen – ursprünglich sollte der Schaden bis 19. Januar behoben sein –, sondern einen funktionierenden Telefonanschluss.“ Ihre Eltern seien 80 und 83 Jahre alt. Das Festnetztelefon sei für ihre Eltern auch ein Medium zur Teilhabe, zum Austausch mit Freunden, Bekannten und Verwandten. „Wir hatten kürzlich einige Krankheitsfälle in der Familie. Da machen sich die Eltern natürlich Gedanken. Aber sie konnten sich telefonisch nicht erkundigen.“

In ihrem Ärger und in der Hoffnung auf Hilfe setzte sich Hautz Anfang Januar mit Christian Sauer in Verbindung, dem Büroleiter der Verbandsgemeindeverwaltung Lauterecken-Wolfstein. Der wiederum nahm ebenfalls Kontakt zur Telekom auf. „Da ist auch schnell eine Reaktion gekommen. Es gab keinen Widerspruch und die Einsicht war da“, sagt Sauer. Viel passiert ist zunächst aber nicht – bis Ende vergangener Woche.

Mehrere Kunden betroffen

Am Freitag teilte eine Sprecherin der Telekom auf RHEINPFALZ-Anfrage mit, dass in einem Verzweigerkabel mehrere Kabelfehler festgestellt worden seien, die nun beseitigt werden. Grund sei Wasser, das ins Kabel eingedrungen sei. Von der Störung, die bis Ende der Woche behoben sein soll, seien 14 Kunden betroffen. Das ist auch der Grund dafür, warum in der Straße Ringmauer seit Anfang der Woche gewerkelt wird. Das beschädigte Kabel muss freigelegt und repariert werden.

Hautz wurde ebenfalls über die Arbeiten informiert. „Am Freitag und Montag wurde ich von einem engagierten, jungen Mann angerufen. Er will sich am Donnerstag nochmals melden“, schildert die Schifferstadterin, die froh wäre, wenn ihre Eltern endlich wieder auf einen funktionierenden Anschluss zurückgreifen könnten.

Info

Sofern Kunden eine Störung bemerken, sollte diese unter der kostenfreien Nummer 0800 3301000 gemeldet werden. Diese Meldung ist nach Auskunft der Telekom Grundlage für mögliche Schadenersatzansprüche und die Erstattung der Grundgebühr. Für die Dauer der Störung können Kunden kostenfrei eine Anrufweiterschaltung auf ein Mobilgerät vornehmen lassen, Datenvolumen zubuchen lassen oder sich ein Notfallhandy zur Verfügung stellen lassen.

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