KUSEL
Waldbrandgefahr steigt weiter
Der Waldbrandindex (WBI) des deutschen Wetterdienstes gibt für ganz Deutschland die Gefahrenstufen eines Waldbrandes an. Es gibt fünf Stufen, von eins – sehr gering, bis fünf – sehr hohe Gefahr eines Waldbrandes. Für das Gebiet des kompletten Pfälzerwaldes liegt die Warnstufe zwischen drei und vier.
Und auch im Bereich Kusel steigt die Gefahr. „Wenn es die nächsten Tage so heiß bleibt und auch der Wind den Boden noch trockener macht, rechne ich damit, dass in der nächsten Woche die höchste Warnstufe ausgerufen wird“, sagt Gabi Kleinhempel, Leiterin des Forstamtes Kusel, im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Rauchen immer verboten
Die Hauptursache für Waldbrände bleibt laut World Wide Fund for Nature (WWF) der Mensch. So kann schon ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel ein großes Feuer auslösen und damit eine Gefahr für Tiere und Pflanzen darstellen. Rauchen sei das ganze Jahr im Wald verboten, sagt Gabi Kleinhempel. Doch auch auf Grillen im Wald oder am Waldrand solle derzeit verzichtet werden, der Funkenflug stelle ein zu großes Risiko dar. „Bei der jetzigen Warnstufe reicht auch schon mal eine Glasscherbe, die ungünstig von der Sonne getroffen wird, und das trockene Gras entzündet sich“, betont sie.
Die für die nächsten Tage angekündigten Hitzegewitter sorgen nur kurzfristig für Besserung. Der Boden des Pfälzerwaldes sei schon zu ausgetrocknet. Besucher sollten daher in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten lassen und selbst bei kleinen Rauchentwicklungen die Feuerwehr anrufen. „Lieber einmal mehr den Notruf wählen, als einmal zu wenig. Bei der momentanen Trockenheit wäre ein Waldbrand wirklich verheerend“, erklärt die Leiterin des Forstamtes.