Kreis Kusel Vom Leben und der Liebe

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Vor 125 Jahren, im Jahr 1890, gründete sich der Gesangverein Frohsinn in Dittweiler. Zum letzten Mal in diesem Jubiläumsjahr trat er am Sonntag in der Kirche in Altenkirchen auf, um Spenden für das Hospiz „Emmaus“ in St. Wendel zu sammeln.

Dem Anlass angemessen, hatte Chorleiterin Monika Schmuck fast durchweg besinnliche Musikliteratur für diesen Abend ausgewählt, darunter drei Werke von Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski (1751-1825), die der Chor in beeindruckender Weise in der Tradition russischer, geistlicher Musiker a cappella wiedergab. Nach einem Vespergesang und „Ich bete an die Macht der Liebe“ konnten sich die 24 Sängerinnen und Sänger in russischer Sprache inbrünstig hineinsteigern in das tief gläubige „Tebje Mojem“. Pausen für den Chor ergaben sich, wenn Atila Selesi am Klavier Solostücke von Johann Sebastian Bach und Robert Schumann einfühlsam interpretierte. Pfarrerin Sabine Schwenk-Vilov lockerte das Programm ebenfalls auf mit dem Verlesen von Anekdoten und anderen Texten, die zum Nachdenken über die Liebe, das Leben und die Gerechtigkeit anregen sollten. In der Klavierbegleitung von Selesi gelangen dem Chor, auf Deutsch gesungen, ein anrührendes Largo aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel, Jacques Offenbachs „Barkarole“ als fröhliches Einsprengsel und Lorenz Maierhofers nostalgisch-optimistisches „Neigen sich die Stunden“ gegen Ende des Programms. Bei Maierhofers Stück waren auch andere Instrumente eingesetzt, die in wechselnder Besetzung bei diversen Stücken zum Einsatz kamen: Thomas Seibel und Carsten Schmuck (beide mit Gitarre), Barbara Schmuck (Saxophon) und Klaus Schmuck (Gitarre). Dazu gehörten das beschwingte, begeisternde Lied „Mich trägt mein Traum“ von Benny Andersson von Abba, die Fast-Hymne „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und der Evergreen „El Cóndor Pasa“ in der Fassung von Simon & Garfunkel. Auf das ebenfalls instrumental begleitete, in englischer Sprache gesungene „Halleluja“ von Leonard Cohen folgte vor der Pause das „Vater Unser“ in einer Vertonung von Gotthilf Fischer. Amanda McBrooms Lied „Die Rose“ geriet ziemlich romantisch mit deutschem Text, wohingegen die kräftigen Männerstimmen bei Danyel Gérards Oldie „Butterfly“ und auch bei der Zugabe „Rock My Soul“ von Peter, Paul & Mary quasi das musikalische Fundament für die von den weiblichen Stimmen getragene Melodie bildeten. Das Publikum nahm den Konzertabend sehr begeistert auf.

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