Kreis Kusel „Vom Dunkel ins Licht“

Zwei intensive Probewochenenden, zwei Konzerte – das ist das jährliche, anspruchsvolle Programm des Sinfonischen Blasorchesters St. Wendel. Der zweite Auftritt des Projektorchesters ist auf Einladung des Musikvereins Schellweiler am Samstag, 12. März, 17 Uhr, in der Evangelischen Stadtkirche Kusel.
Das Hauptwerk des mit „Vom Dunkel ins Licht“ betitelten Kirchenkonzertes ist „La Passió de Crist“ des spanischen Komponisten Ferrer Ferran. In seiner zweiten Sinfonie für Sinfonisches Blasorchester stellt er die Lebensgeschichte Jesu von Geburt bis zur Wiederauferstehung in eindringlichen musikalischen Farben dar. Zitate aus den Evangelien hat Dirigent Bernhard Stopp in das Stück eingearbeitet. Sprecher Frank Hahnhaußen fungiert quasi als Solist und macht die spannungsgeladene, sehr emotionale, programmatische, musikalische Idee Ferrans für das Publikum fassbar. Das sei schon am vergangenen Sonntag, bei der Erstaufführung in St. Wendel, gut angekommen, berichtet Stopp. Er ist Bundesdirigent im Bund Saarländischer Musikvereine und einer von zwei Orchesterleitern, die alljährlich mit dem Sinfonischen Blasorchester St. Wendel arbeiten. Zwischen 70 und 100 Musiker aus dem Saarland, aber auch aus der Pfalz, Frankreich und der Gegend um Trier, wollen mit intensiver Probenarbeit im hohen Schwierigkeitsgrad ihr Instrumentenspiel einbringen und verfeinern. Als Kreisdirigent St. Wendel arbeitet Stefan Barth schon lange mit dem Orchester. Im Jahr 2014 war er Gastdirigent beim Landes-Jugend-Blasorchester Rheinland-Pfalz, im Januar beim Orchesterworkshop des Kreismusikverbands Kaiserslautern. Er ist für die beiden weiteren Stücke am Samstag verantwortlich: Die Trauermusik von Richard Wagner, mit der das Konzert sozusagen im Dunkel eröffnet wird, und „Praise Jerusalem“, welches das Konzert im hellen musikalischen Glanz beenden soll. In dem monumentalen Werk mit überwältigendem Finale stellt der bekannte Blasmusik-Komponist Alfred Reed Variationen einer armenischen Hymne zusammen. Der Musikverein Schellweiler feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen und hat zu diesem Jubiläum mehrere Veranstaltungen geplant. Der Eintritt zum Benefizkonzert ist kostenlos, Spenden werden für die beiden protestantischen Kindertagesstätten in Kusel gesammelt. (dbö)