Kreis Kusel „Unrealistisch, aber nicht unmöglich“

91-90904424.jpg

Nanzdietschweiler. Dem SV Nanz-Dietschweiler klebt seit einigen Wochen das Pech an den Schuhen. Am vergangenen Wochenende musste die Pfaff-Elf in Bundenthal erst in der 94. Minute den Treffer zur 1:2-Niederlage einstecken, und der schon sicher geglaubte Punkt war dahin. Auch am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) wäre ein Remis ein Erfolg – dann muss die erste Elf des SVN beim Tabellenführer TuS Rüssingen antreten.

Es sah lange Zeit gut aus für den SVN in Bundenthal vor Wochenfrist. Nach dem Führungstreffer durch Daniel Philipp, nur 45 Sekunden nach Anpfiff der Partie, hatte der SVN durch einen Kopfball von Daniel Deschtschenja gar die Chance zur 2:0-Führung, doch der Torhüter der Heimelf parierte glänzend. Nach 19 Minuten musste die Pfaff-Elf zwar den Ausgleich hinnehmen, hielt das Remis aber bis zur letzten Sekunde. Quasi mit dem Abpfiff traf der Favorit aus Bundenthal dann aber doch noch zum glücklichen 2:1-Sieg. Ein bitterer Gegentreffer, aber dennoch nicht der Aufreger des Spiels: Der ereignete sich bereits in der 35. Minute, als ein SVN-Akteur von einem Gegenspieler angespuckt wurde – ungeahndet vom Unparteiischen. „Sowas geht gar nicht. Das ist einfach das Allerletzte. Aber man kann dem Schiedsrichtergespann keinen Vorwurf machen, die konnten das einfach nicht sehen“, sagt SVN-Trainer Jochen Pfaff rückblickend. Aufgrund der neuerlichen Niederlage am vergangenen Wochenende bleibt der SVN vorerst auf dem ersten der voraussichtlich drei Abstiegsränge – allerdings nur einen Zähler hinter der SG Alsenztal auf Rang 13 und dem VfR Kirn auf dem zwölften Platz. Am Sonntag muss die Pfaff-Elf zu keinem geringeren Gegner als dem Landesliga-Tabellenführer TuS Rüssingen. Mit zehn Siegen und zwei Unentschieden aus 14 Spielen verlief die Saison der Rüssinger bislang sehr erfolgreich. Auch das Torverhältnis von 44:22 kann sich sehen lassen. Dort etwas mitzunehmen, das ist eine Mammutaufgabe – wenngleich der TuS in der Heimtabelle „nur“ auf dem dritten Rang liegt. Zu Hause gewann der kommende Gegner des SVN fünf von sieben Spielen und musste je ein Unentschieden und eine Niederlage einstecken. „Ein Auswärtssieg ist sicherlich unrealistisch, aber keinesfalls unmöglich“, blickt Pfaff voraus. „Die werden sicher vom Anpfiff weg Druck machen und versuchen, uns mit schnellem Kombinationsfußball zu zerlegen.“ Wie man in Rüssingen gewinnt, weiß der SV Nanz-Dietschweiler aber bereits: Denn im Vorjahr gelang ein knapper 1:0-Erfolg beim aktuellen Tabellenführer. „Wir müssen vor allem hochkonzentriert und wach sein, und wenn der Gegner eine Schwäche offenbart, müssen wir die sofort ausnutzen. Natürlich dürfen wir auch selbst keine unnötigen Fehler machen“, erklärt Pfaff. Keine Frage: Die anstehende Aufgabe wäre auch in Bestbesetzung schon schwierig genug für den SVN – die anhaltenden Verletzungsprobleme machen die Aufgabe nicht einfacher. „Leider ist die Situation nach wie vor alles andere als optimal“, klagt Pfaff. „Weil wir so viele Verletzte haben, müssen wohl am Sonntag wieder Spieler auflaufen, denen eigentlich eine oder zwei Wochen Pause mehr als gut tun würden.“ Benni Fuchs und Andreas Urschel seien nur zwei Beispiele für Akteure, die fast jedes Wochenende mit Schmerzen auflaufen. Jochen Pfaff: „Aber die Jungs quälen sich jede Woche für den Verein, und das muss man ihnen hoch anrechnen.“ |dbu

Ihre News direkt zur Hand
Greifen Sie auf all unsere Artikel direkt über unsere neue App zu.
Via WhatsApp aktuell bleiben
x