Fußball
TuS Schönenberg: Zusammenhalt ein gewichtiger Trumpf
Viele turbulente Wochen hat der A-Klasse-Aufsteiger TuS Schönenberg hinter sich. Die Trainerfrage blieb lange ungeklärt, und nach einem guten Rundenstart folgte eine lange Niederlagenserie. Am Ende gab es für die familiäre Truppe aber wieder einen Lichtblick. Ob dieser genug Energie für den Klassenverbleib gibt, wird sich nach der Winterpause zeigen.
Es ging auf einmal alles so schnell: Denn nicht nur der TuS I stieg auf sondern auch die zweite Garde, sie schaffte den Sprung in die B-Klasse. Das war der wohl erfolgreichste Sommer in der Geschichte des Vereins. Aber mit dem Start der Vorbereitung auf die Bezirksliga-Saison legte der Meistertrainer Dennis Göddel aus privaten Gründen sein Amt nieder. Für ihn sprang Daniel Rensch ein. Aber da er zeitgleich als Trainer für die „Zweite“ zuständig war und mit seiner Rolle als junger Vater so schon viel um die Ohren hatte, war klar, dass er dieses Amt nur interimsweise übernehmen konnte.
Aber trotz allem lief die Saison unter seiner Leitung erstmal gut an. In den ersten vier Partien holte seine Mannschaft stolze neun Punkte. „Da steckte auch noch ordentlich Euphorie dahinter“, blickt Spielleiter Timmy Weis auf den höchst erfreulichen Rundenstart zurück. Aber diese sollte nicht mehr lange halten. Denn in der darauffolgenden Partie gegen Zweibrücken verspielten die Schönenberger eine 3:1-Führung. „Und dann sind wir in so eine Abwärtsspirale hineingerutscht“, erklärt Weis.
Lange Ergebniskrise
In den folgenden 14 Ligapartien holten die Schönenberger lediglich fünf Punkte. Lange Zeit sah es düster aus. Aber im Traineramt war ordentlich Betrieb. Erst unterstützte Alex Becker, der schon mal als Trainer agierte, seinen Kollegen Daniel Rensch. Aber dann fand sich mit Konni Weis endlich eine endgültige Lösung. Er gab seine aktive Trainerposition bei der zweiten Mannschaft des FV Olympia Ramstein auf, um seinem Heimatverein zur Hilfe zu eilen. Und das Mitte der Saison. Mit seiner Amtsübernahme stimmten zwar nicht direkt die Ergebnisse. Aber ein positiver Spirit schlich sich allmählich wieder ein.
Spielleiter Timmy Weis, bei dem es sich auch um den Sohn des Trainers handelt, führt aus: „Es ging allmählich wieder bei jedem in der Mannschaft bergauf. Aber gezweifelt an unserem Können haben wir eigentlich nie.“ Und dieser Glaubenssatz machte sich bezahlt. Am vorletzten Spieltag in diesem Kalenderjahr bezwangen die Schönenberger die FCK-Portugiesen mit 3:2. Und eine Woche darauf ließen sie am zweiten Advent mit dem Unentschieden in Battweiler sogar die zweite Kerze brennen. Bei dieser Begegnung lag der Sieg sogar in greifbarer Nähe.
Mitten in der Abstiegszone
Nach 19 gespielten Partien stehen die Schönenberger auf Rang 15. Damit befindet sich die Mannschaft mitten in der Abstiegszone, denn von den insgesamt 17 Bezirksliga-Teilnehmern steigen die letzten Sechs ab. Rechnerisch sind es auf einen Nichtabstiegsplatz zwar nur drei Punkte, aber die allermeisten Kellerkinder haben mindestens noch ein Nachholspiel zu bestreiten.
Fußballerisch hat die TuS-Mannschaft wieder einen ordentlichen Schritt gemacht. Und das Auftreten ist auch wieder selbstbewusster geworden. Aber da gibt es noch das Problem mit den individuellen Fehlern. „Wir kriegen einfach zu viele Gegentore, die wir selbst verschulden“, räumt der Spielleiter ehrlich ein. Dieses Problem wird in puncto Klassenverbleib eine wichtige Stellschraube sein. Aber die wichtigste Komponente, die für einen Abstiegskampf nicht fehlen darf, ist gegeben: Zusammenhalt. „Bis jetzt ist noch keiner gegangen“, berichtet Weis lachend. Jeder in der Mannschaft stehe trotz der unerfreulichen Zwischenbilanz noch voll dahinter.
Nachgeholte Meisterfeier
Und von diesem Teamgeist wird in der Winterpause, anders als von den Fußballschuhen, selbstverständlich kein Abstand genommen. Zwischen den Feiertagen sollte es eine Winterwanderung geben. Und zwei Tage vor dem Heiligen Abend stand endlich die lang ersehnte Meisterfeier der beiden aktiven Schönenberger Mannschaften an. „Im Sommer blieb dafür keine Zeit mehr“, erklärt der Spielleiter. Umso froher seien aber die Beteiligten, dass die Feierlichkeit überhaupt noch nachgeholt wurde.
Und da die Mannschaft zu Gemeinschaft generell nicht nein sagen kann, gibt es am ersten Samstag im neuen Jahr noch eine Vereinswanderung hinterher. Aufgrund der körperlichen Belastung tut die Winterpause auf jeden Fall jedem einzelnen Schönenberger Kicker gut. Denn durch den Aufstieg im Sommer verkürzte sich auch automatisch diese Pause. Und ab dem 22. Januar werden dann auch die Schuhe wieder geschnürt, um gemeinsam mit frischen Kräften in den Kampf zu ziehen, den Kampf um den Klassenverbleib.