Spiel der Woche
TuS Schönenberg empfängt seinen Angstgegner
Der TuS Schönenberg hat sich mit seiner Situation wohl oder übel abgefunden. Rechnerisch liegt der Klassenerhalt zwar noch im Bereich des Möglichen - realistisch betrachtet ist der Abstieg aber kaum noch zu verhindern. Wie zu erwarten, zeigt sich unter den Schönenberger ein wenig Enttäuschung - aber die Perspektive macht Lust auf mehr. In den letzten Spielen der Saison gilt es, sich mit guten Leistungen aus der Bezirksliga zu verabschieden. Und am Sonntag will man die TSG Wolfstein-Roßbach ein wenig ärgern.
Den Fluch abschütteln
Gegen die Kindsbacher kassierten die Schönenberger in der Woche vor Ostern eine 1:4-Niederlage. „Das waren ein, zwei Fehler zu viel“, blickt Trainer Maksim Ackermann zurück. Das 0:2 kurz vor der Halbzeit kam zu einem sehr schlechten Zeitpunkt. Doch der TuS kämpfte weiter und kam fünf Minuten nach Wiederanspiel mit dem Anschlusstreffer wieder zurück. Aber die Kindsbacher hatten den längeren Atem und ließen alle Klassenerhaltshoffnungen der Schönenberger verpuffen. „Mit dem Thema haben wir uns jetzt abgefunden“, hält Ackermann angesichts des zu erwartenden Abstiegs fest. Weiter führt er aus: „Wir wollen unsere letzten Spieltage genießen.“ Ausgerechnet geht es jetzt direkt im Derby gegen die „Rowos“. „Wolfstein hat uns nie gelegen“, betont Ackermann, dessen Mannschaft gegen diesen Rivalen in der Vergangenheit keine gute Figur machte. Im Hinspiel kassierte man eine 2:9-Niederlage. Und auch in den Spielzeiten zuvor zogen die Schönenberger stets den Kürzeren. „Wir wollen den Fluch gegen Wolfstein abschütteln“, sagt Ackermann lachend. Sein Tipp fällt auf ein Unentschieden.
Der TuS hat sich weiterentwickelt
Im Sommer wird Aufstiegstrainer Dennis Göddel zurückkehren. Dann wird sich Maksim Ackermann wieder voll und ganz der zweiten Mannschaft widmen, die er aktuell gleichzeitig betreut. Und auch der aktuelle Interimstrainer Timo Molter wird sein Traineramt zur Seite legen - dafür allerdings weiterhin als Vorstand agieren. Die zweite Mannschaft hat den Klassenerhalt in der B-Klasse bereits geschafft und versucht, sich noch eine gute Platzierung im Mittelfeld zu sichern. Nach zwei Jahren Bezirksliga wird es zwar wieder in die A-Klasse runtergehen. Aber so oder so ist der Verein daran gewachsen und hat sich dabei weiterentwickelt. Und das, was letztlich zählt, ist die Freude am Sport - und die lässt sich der TuS Schönenberg nicht nehmen.
Ohne großen Glanz
Der letzte Auftritt der TSG Wolfstein-Roßbach vor der Osterpause war erfolgreich, wenngleich auch ohne großen Glanz. 4:0 hieß es am Ende gegen das abgeschlagene Schlusslicht vom FC Fehrbach, wodurch die „Rowos“ in der Tabelle wieder einen kleinen Sprung nach oben machen konnten. So steht da aktuell Rang vier zu Buche. „Der Auftritt gegen Fehrbach war in Ordnung, wir haben unsere Hausaufgaben souverän erledigt. Vielleicht hat der letzte Biss, Situationen konzentriert zu Ende zu spielen, ein wenig gefehlt. Aber das spielte in dieser Begegnung letztlich keine Rolle“, konstatiert Spielertrainer Johannes Schell im Rückblick.
Reise an das Ende des Kreises
Nun geht die Reise zum Tabellenvorletzten TuS Schönenberg, 40 Kilometer quasi vom einen Ende des Kreises an das andere Ende. Wie schon Fehrbach wird auch der TuS dem Abstieg in die A-Klasse kaum mehr entkommen können. „Aber Schönenberg hat durchaus auch die Qualität, uns wehtun zu können. Joshua Arnold und Nils Eckfelder beispielsweise sind richtig starke Kicker“, warnt Schell davor, den Kreisrivalen zu unterschätzen. Die TSG selbst wird am Sonntag, sollte nichts mehr Unvorhergesehenes passieren, nahezu in Bestbesetzung antreten können.
„Rowos“ treten als Favoriten an
Und dennoch weiß auch Johannes Schell, „dass wir als Favorit nach Schönenberg fahren und diesen Status auch auf dem Platz untermauern wollen“. Ein Sieg soll es werden, der womöglich mit dem Sprung auf Platz drei verbunden wäre. Mehr erscheint in dieser Runde nicht mehr drin, zu konstant punktet der TuS Bedesbach-Patersbach als Zweiter mit neun Zählern mehr. Und dann sind da auch noch die FCK-Portugiesen, mit aktuell einem Punkt weniger als die TSG, aber noch zwei Spielen Rückstand. „Wir wollen in jedem Spiel das Maximum holen. Wenn wir dann am Ende Dritter oder Vierter werden, ist das doch top und eine Bestätigung für unsere letzte Saison, als wir als Aufsteiger Dritter wurden“, befindet Schell.