Lauterecken
Steinhauer-Theis: Änderung der Kita-Trägerschaft steht nicht zur Diskussion
Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis vermittelte deutlich, dass die Zusammenarbeit mit der protestantischen Kirchengemeinde bezüglich der Kindertagesstätte „sehr gut“ sei und es zu keinem Zeitpunkt Überlegungen gegeben habe, die Trägerschaft abzugeben. Nach dem RHEINPFALZ-Artikel „Nicht rütteln an der Trägerschaft“ vom Mittwoch sei sie vielfach von Eltern angesprochen worden, die Angst gehabt hätten, dass sich etwas ändern könnte.
Kriese dementiert Gerücht
Warum Lauterecken im Fokus stand, war für die Stadtbürgermeisterin unklar, denn eine Änderung stehe schlicht nicht zur Diskussion. Der Beigeordnete Peter Kriese berichtete, von Pfarrer Timo Schmidt angesprochen worden zu sein, dass er „von sicherer Quelle“ erfahren habe, dass die Trägerschaft abgegeben werden könnte – was Kriese direkt dementierte: „Da besteht kein Interesse, und es wäre kontraproduktiv.“ Man sehe keinen Vorteil für die Kindertagesstätte und die Stadt, würde an der Trägerschaft gerüttelt. Die Sichtweise der Mehrheit im Verbandsgemeinderat, teile man nicht. Kriese hofft, dass die Elternschaft sich beruhigt zurücklehnt, da es keinerlei Ambitionen zur Änderung der Trägerschaft, wie im Fall Hinzweiler, gebe.
Eine reine Formalität und doch wichtig für die Stadt, war die bereits im Vorjahr in die Wege geleitete Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Hofwies-Weidewies“. Aldi möchte seine bestehende Filiale zurückbauen und einen neuen Markt errichten, samt einer Erweiterung des Grundstücks in östlicher Richtung. Da die SGD Süd Einwände erhoben hatte, mussten Bodenproben genommen werden, die keine Hinweise auf Schadstoffe ergaben. Nun wird der Plan erneut öffentlich ausgelegt. Der Stadtrat stimmte einstimmig zu, damit es vorangeht. Peter Jakob (FDP) betonte, dass man nur dafür sein könne, da es positiv für die Stadt sei, und nicht nur Steinhauer-Theis pflichtete ihm bei. Es sei wichtig, Firmen, die investieren wollten, zu unterstützen.
Konzept zur Stadtsanierung
Voran geht es mit der Fortschreibung der Stadtsanierung. Nichtöffentlich wurde der Auftrag an das Büro BPP in Kaiserslautern vergeben, welches bereits die Bewerbung für die Stadt erstellt hatte und nun ein Konzept erarbeiten wird. Wie der Vorlage der Verwaltung zu entnehmen ist, belaufen sich die Kosten hierfür auf 35.200 Euro.
Weitere Themen
- Vor der Sitzung besichtigte der Stadtrat das Haus Busch. Die Stadtbürgermeisterin berichtete, dass Thomas Konrad sein Restaurant „Fachwerk“ am Freitag, 16. Oktober, ab 17 Uhr, öffnen wird. Kriese lobte die handwerklichen Leistungen im gesamten Objekt. Das Ergebnis der Arbeiten sei „überdurchschnittlich gut“, bei der Abnahme seien ausdrücklich nur „Kleinstigkeiten“ entdeckt worden.
- Die Stadt wird auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses auf den Abschluss einer Elementarschadenversicherung verzichten. Zwei Gebäude in Wassernähe seien bereits hochwassererprobt und die Versicherung zu kostspielig.
- Der Erlös aus der Heimatfest-Tüte, die als Ersatz für das coronabedingt ausgefallene Fest diente, wird nach Absprache der Initiatoren, der Werbegemeinschaft, des Heimat- und Kulturvereins sowie der Stadt für zwei Wellnessliegen für die Roseninsel genutzt, berichtete Anna Fehrentz (FWG). Mehrkosten teilen die Beteiligten untereinander auf.
- Bei Aufräumarbeiten entdeckte die Feuerwehr Lauterecken vor einiger Zeit hinter einem Schrank ein altes, aber noch sehr gut erhaltenes Kupferschild mit einer Art Chronik zu Lauterecken, das der Stadt geschenkt wurde. Laut Steinhauer-Theis soll das Geschenk einen Platz im Veldenz-Schloss finden.