Kreis Kusel Saarländische Seriensieger schlagen wieder zu
KUSEL (hlr). Sammy Schuh und Tobias Blum waren beim 14. Kuseler Team-Duathlon erneut nicht zu schlagen. Mit einem neuen Streckenrekord von 2:28,30 Stunden gewann das Saarbrücker Duo den Ausdauerwettbewerb über die Marathondistanz zum vierten Mal in Folge. Nur 44 Teams waren am Samstagmittag an den Start gegangen.
Um kurz vor 12 Uhr tummelten sich die 88 Teilnehmer im Startbereich nahe der Kuseler Straßenmeisterei. Nachdem Philip Steuer den Duos die Streckenführung erläutert hatte, fiel der Startschuss, und das Feld machte sich auf die erste von drei gut 14 Kilometer lange Runden. „62 Duos hatten sich angemeldet, einige sind heute jedoch nicht gekommen“, sagte Philip Steuer, „vielleicht auch wegen des unbeständigen Wetters.“ Obgleich Hauptorganisator Eckhard Steuer krankheitsbedingt passen musste, wurden Planung und Ablauf der Veranstaltung von den Athleten wieder in höchsten Tönen gelobt. „Er hat viel Vorarbeit geleistet, aber wir machen das ja auch schon zum 14. Mal.“ Rund 30 Helfer waren an und abseits der Strecke positioniert, um das Gelingen der Veranstaltung mit dem Slogan „Klein, fein und gemein“ zu garantieren. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr (75 Duos) kleinen Teilnehmerzahl, zeigte sich, dass der Team-Duathlon auch über die Region hinaus eine feste Größe ist. „Wir haben Teams aus dem Taunus dabei, aber auch zwei Duos aus Köln und Freiburg“, berichtete Steuer. Vor allem die Athleten aus dem Breisgau sorgten – zumindest in der ersten Runde – für ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen: Nach 47 Minuten überquerten Julian Kern und Fritz Koch („Kzwo Rennteam“) zeitgleich mit Sammy Schuh und Tobias Blum („Adidas Running Team“) erstmals die Ziellinie. „Die haben uns anfangs ganz schön auf Trab gehalten“, lobte Blum die Konkurrenz unmittelbar nach dem Rennen. In Runde zwei konnten die Vorjahressieger rund zwei Minuten zwischen sich und ihre Verfolger legen, den Vorsprung bis ins Ziel sogar auf sieben Minuten ausbauen. Nach 2:28,30 Stunden schoss das Siegerfeuerwerk an der Straßenmeisterei in die Höhe. Damit hatte das Duo seine Bestmarke aus dem Vorjahr um fast sechs Minuten unterboten. „Der Termin steht jedes Jahr im Kalender. Die Strecke haut schon rein und macht dennoch unglaublich viel Spaß“, sagte Tobias Blum, der häufiger über kurze Distanzen unterwegs ist, vor einer Woche bei den deutschen Zehn-Kilometer-Meisterschaften an den Start gegangen war. „Wir haben gelesen, dass das Profil wellig ist. Aber als wir um die Kurve (Ehweiler) waren, haben wir laut geflucht“, berichteten die Zweitplatzierten Kern und Koch (2:35:39) völlig ausgepumpt im Ziel. Dritte wurden Ramon Bernardon und Sandro Jung („Die Träumer“, 2:50:35). Doch auch die, die nicht aufs Siegerpodest aus waren, hatten trotz der immer wieder einsetzenden Schauer und des knackigen Profils sichtlich Spaß am Wettkampf. So scherzte Hagen Paulus, der gemeinsam mit Carsten Heil ein Duo bildete, nach den ersten Runden mit Moderator Stephan Just, Vorsitzender des LSC Athlon Kusel. Und auch Rudi Speer, bislang bei allen Team-Duathlons am Start, winkte den applaudierenden Zuschauern im Zielbereich eifrig zu. Auch bei der Namensgebung der Teams zeigten die Teilnehmer sehr viel Fantasie. Die Senioren des Feldes, Werner Nesseler und Walter Luba (Altersklasse 130 bis 139), gingen unter dem Namen „Alter vor Schönheit“ auf die Strecke. Für lautes Lachen sorgten beim Zieldurchlauf Markus Wagner und Christian Morgenstern („Die unhaltbaren Düfte 2.0“). Ebenfalls mit dabei waren „Mir reißen eh’ nix – Hauptsach’ Spaß“ (Anke Priester, Jürgen Damm) und „Nicht fit, aber lustig“ (Julia Wienberg und Ralf Sperling). Schnellster Vertreter des Landkreises Kusel war am Samstagnachmittag das „Glantal-Duo“ Cyrille Coquerel und Marco Wißmann, das in 3:26,12 Stunden als 13. das Ziel erreichte und die Altersklassenwertung 80 bis 89 gewann. Hagen Paulus und Carsten Heil („LG Ohmbachsee“, 3:48,31 Stunden) wurden in der Altersklasse 90 bis 99 Jahre Dritte. Auch nach dem Rennen wurde der familiäre Charakter der Veranstaltung deutlich, als die schnellsten und die langsamsten Duos noch gemeinsam feierten – immerhin hatten sie alle zuvor einen knallharten Wettkampf über die Marathondistanz absolviert.