Waldmohr Ruhe und Kleinkunst: Ehemaliger Friedhof wird aufgewertet
Er ist ein kleines Fleckchen Grün inmitten der Stadt: der ehemalige Friedhof nahe der TV-Halle in Waldmohr. Bänke zum Verweilen sind aufgestellt und ein kurzer Weg eignet sich zum Flanieren. Denkmäler erinnern an die Opfer des Ersten Weltkriegs und des Nationalsozialismus. „Viele kennen den Platz mit seinem historischen Baumbestand nicht“, ist der Beigeordnete Werner Braun überzeugt.
Die Beigeordnete Charlotte Jentsch bezeichnet das Areal als kleinen Park. Um ihn bekannter und noch attraktiver zu machen, soll er umgestaltet werden. „Im Februar soll der Landschaftsplaner dem Stadtrat drei Vorschläge präsentieren“, sagt Jentsch. Dabei gehe es auch um den Kostenrahmen Es gebe beispielsweise Überlegungen, die Denkmäler zu erneuern. „Da sind die Inschriften abgeblättert.“
Bühne für Kleinkunst
Zudem könnte der Park künftig auch als Veranstaltungsort dienen. Der im vergangenen Jahr gegründete Kulturkreis habe vorgeschlagen, eine kleine Bühne für Kleinkunst zu installieren. „Möglich könnten zum Beispiel Zwei-Mann-Musik oder Picknick-Konzerte sein“, schildert die Beigeordnete.
Was das Projekt kosten wird, ist Jentsch zufolge noch nicht bekannt. Allerdings kann die Stadt auf Fördermittel zurückgreifen. Kurz vor Jahresfrist gab das rheinland-pfälzische Innenministerium bekannt, dass Waldmohr 410.000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ erhält. Das Geld soll für den verkehrsberuhigten Ausbau von Bruch- und Talstraße sowie für Umwandlung des ehemaligen Friedhofs verwendet werden.