E-Sport RHEINPFALZ Plus Artikel „Rowos“ an der Xbox nicht zu schlagen

Zeigte sich an der Konsole spiel- und nervenstark: Christian Huber von der TSG Wolfstein-Roßbach. Er entschied die entscheidende
Zeigte sich an der Konsole spiel- und nervenstark: Christian Huber von der TSG Wolfstein-Roßbach. Er entschied die entscheidende Partie gegen Mörschied per Golden Goal.

Die TSG Wolfstein-Roßbach hat die Südwestmeisterschaft im eFootball an der Xbox gewonnen. In einem Viererturnier setzten sich die drei Spieler der TSG am Samstagnachmittag gegen ihre drei Konkurrenten durch. Damit dürfen sie weiter vom Pokal träumen. Denn der Südwestmeister ist für den DFB-e-Pokal qualifiziert.

Gespielt wurde FIFA 21 im Modus „Jeder gegen Jeden“. Pro Spiel und Mannschaft kamen drei Akteure zum Einsatz, die sich in drei Einzelspielen duellierten. Deren genaues Ergebnis spielte keine Rolle, jeder Sieg – egal wie hoch – wurde mit einem Punkt gewertet, so dass 2:1 und 3:0 die möglichen Endresultate waren. Stand ein einzelnes Spiel nach der regulären Spielzeit unentschieden, wurde der Sieger durch die Golden-Goal-Regel ermittelt.

Erster Gegner der TSG, die wie schon im „Winter Qualifier“ des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) und in der Verbandsliga Jerrit Braun, Christian Huber und Niklas Lalla an den Start brachten, war der VfR Nierstein. Sowohl Lalla (2:0) als auch Huber (9:0) gewannen ihre Spiele, so dass die abschließende, knappe Niederlage von Braun (2:3) nur noch statistischen Wert hatte.

Späte Entscheidung

Nach diesem 2:1-Erfolg war der VfL Essingen der zweite Gegner, für deren Spieler aber kein Kraut gewachsen war. 3:0 hieß es am Ende für die „Rowos“: Huber (8:1), Lalla (2:1) und Braun (5:1) gewannen ihre Spiele allesamt, teilweise deutlich.

Dritter und letzter Gegner war dann der TuS Mörschied, Sieger des „Winter Qualifiers“, der Serie, die der SWFV veranstaltet hatte, um etwas Abwechslung in die fußballlose Zeit zu bringen. Auch der TuS Mörschied hatte die beiden Spiele zuvor jeweils für sich entscheiden können. Der Verlauf im direkten Duell mit den „Rowos“ hätte an Spannung kaum überboten werden können. Alle drei Einzel begannen quasi zeitgleich. Während Braun (4:1) am Ende klar gewann und Lalla (0:4) ebenso klar verlor, musste Huber beim Stand von 1:1 in die Verlängerung.

Goldenes Tor ins Glück

Dort entschied er das Spiel mit dem „Golden Goal“ für seine Farben und holte so die Südwestmeisterschaft nach Wolfstein. „Ich wusste, dass es auf mein Spiel ankommt, und so stieg auch der Druck, als es in das Spiel um das Golden Goal ging. Durch die Unterstützung meiner beiden Kameraden bin ich aber selbstbewusst in selbiges gegangen“, so Huber, der nach der Entscheidung „sehr erleichtert“ war.

Wann der DFB-e-Pokal stattfinden soll, ist den Protagonisten der TSG derzeit noch nicht bekannt. Damit habe man sich aber ohnehin auch noch nicht beschäftigt. „Wir sind schon ohne Erwartungen in die Südwestmeisterschaft gegangen, hatten uns dann ob der geringen Teilnehmerzahl schon was ausgerechnet. Dass wir gewonnen haben, ist natürlich eine schöne Sache. Wir drei sind ein gutes Team, was auch damit zu tun hat, dass wir aktuell viel Zeit an der Konsole verbringen können“, konstatierte Teamkapitän Jerrit Braun. Man gehe den DFB-Pokal aber gelassen an und werde schauen, „was dann am Ende so geht“.

Playstation: Nichts zu holen

Am vergangenen Wochenende wurde ebenfalls an der Playstation um die Südwestmeisterschaft gespielt. Von insgesamt 35 teilnehmenden Mannschaften waren aus dem Kreis Kusel der SV Kaulbach-Kreimbach, der TuS Breitenbach sowie die SG Theisbergstegen/Etschberg am Start, für die nach ihren jeweiligen Auftaktspielen im K.o-System das Turnier dann aber auch schon beendet war.

Die virtuellen Spielszenen ähneln denen auf den echten Fußballplätzen stark. Zurzeit finden übergreifend viele Turniere und Poka
Die virtuellen Spielszenen ähneln denen auf den echten Fußballplätzen stark. Zurzeit finden übergreifend viele Turniere und Pokale im eFootball statt, hier ein Screenshot der Kaiserslauterer eStadtmeisterschaft. Auch der Verband geht damit neue Wege.
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